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Quiz-Aus wegen falscher Profiltiefe

Weil sie die Frage zur gesetzlich vorgeschriebenen Profiltiefe für Reifen von 1,6 Millimeter nicht beantworten konnte, fiel eine Kandidatin bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär" am vergangenen Freitag bei der 16.000 Euro-Frage auf 500 Euro zurück und musste den Quiz-Stuhl verlassen. Auch der 50:50 Joker konnte der Kandidatin nicht weiterhelfen.

Ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes erklärte in diesem Zusammenhang, Reifen sollten nach Auffassung von Kfz-Experten nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter abgefahren werden. Ab vier Millimeter Profiltiefe nehme die Haftung bei nasser Fahrbahn ab und es bestehe hohe Aquaplaninggefahr. Die empfohlene Mindestprofiltiefe bei Sommerreifen betrage drei und bei Winterreifen vier Millimeter.

Studie entlarvt Tempo 30-Zone

Sicherheit ja, Umweltschutz nein. Auf diesen Nenner lässt sich eine Studie der britischen Verkehrssicherheitsorganisation AA (Automobile Association) bringen. Der Verbrauch steige in solchen Bereichen um zehn Prozent an, weil moderne Fahrzeuge - so die britischen Experten - derart konzipiert seien, dass sie bei höheren Geschwindigkeiten am effizientesten führen. Noch dramatischer zu Ungunsten der Umwelt sei das Ergebnis, wie jetzt ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes mitteilte, bei Temposchwellen. Der Verbrauch verdoppele sich der Studie zufolge von 4,9 Liter auf nahezu neun Liter. Ursache sei das ständige Abbremsen und Beschleunigen.

Neue Transporter mit Partikelfilter

In der anhaltenden Diskussion über mangelhafte Partikelfilter gibt es auch gute Nachrichten. Für Diesel-Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen wachse das Angebot neuer Modelle mit einem so genannten geschlossenen System. Diese eliminieren rund 98 Prozent der Russpartikel, so ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes. Da Transporter anders als Pkw oft zehn Jahre und älter wären, befänden sich viele Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß in den Fuhrparks der Unternehmen. Für diese Betriebe mit Servicefahrzeugen, rollenden Werkstätten oder Lieferwagen wäre der Entschluss zum Neukauf von großer Bedeutung, um von zukünftigen Fahrverboten in den Umweltzonen verschont zu bleiben.

<span style=\'color:#26509F\'>Auffrischungsseminar und Problemfalllösung für Kfz-Gaswerkstätten</span>

Ihr Referent ist Werner Gieger von der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Er hat während der letzten 30 Jahre bereits mehrere hundert Monteure geschult und noch mehr Umrüstungen durchgeführt.


Themenschwerpunkte:

- Gasfahrzeuge Antragsannahme
- Datenaufnahme Benzin und Gasseite
- Analysieren von Kundenbeanstandungen
- Fehlererkennung und Beseitigung bei LPG
bzw.CNG Fahrzeugen
- Problemfallanalyse an vorhandenen
Gasfahrzeugen


Wichtiger Hinweis:

Es besteht die Möglichkeit, dass von Teilnehmern "Problemfahrzeuge" mitgebracht werden können, um beispielhaft die Fahrzeuganalyse zu erläutern. Eine Fahrzeuginstandsetzung ist nicht Bestandteil des Seminars.


Zielgruppe: Kfz-Meister, Kfz-Gesellen

Seminardauer: 2 Tage, 9.00-16.30 Uhr

Ort, und Anmeldung: Altmittweida

Termin: 02.06.2008 - 03.06.2008
(noch Plätze frei)


Für weitere Infos: Hr. Schlichting
Tel.Nr.: 03727/92228

Für Runflat-Reifen: Im Sommer "easy"

Sommerliche Temperaturen erleichtern die Montage von modernen Runflat-Reifen. Aber die Außentemperatur, sagte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, sei lediglich ein Parameter bei der Montage von Spezialreifen, zu denen auch die so genannten UHP-Sportreifen (Ultra High Performance) zählten.

Die sicherheitsrelevante Montage erfordere eine gute Ausbildung und eine Werkstatt-Ausstattung mit speziellen Montagegeräten. In einem gemeinsam mit dem BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk) erarbeiteten Papier haben die Technik-Experten des Kfz-Gewerbes die wichtigsten Voraussetzungen und Handlungsanweisungen erläutert, um Fehlern bei der Montage vorzubeugen.

So wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die Reifen-Temperatur 15 Grad nicht unterschreiten dürfe, weil bei niedrigeren Temperaturen die Reifen zu steif würden und der Montagewiderstand zunehme. Mitgliedsbetriebe des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes können mit Passwort im geschlossenen Teil des Internets die Empfehlungen abrufen.

azubi & studientage 2008 in Chemnitz

25. & 26. April 2008
von 9 - 16 Uhr
Messe Chemnitz
Eintritt frei

Wie in den vergangenen Jahren werden die ausstellenden Unternehmen, Hochschulen und privaten Bildungseinrichtungen mit Personalchefs und Ausbildungsleitern vor Ort sein. Sie bieten den Besuchern Informationen aus erster Hand und werden Fragen zu Berufs- und Studienmöglichkeiten, zum passenden Job für Schulabgänger und Hochschulabsolventen und Entwicklungsmöglichkeiten für junge Berufseinsteiger beantworten. Die Bildungsmesse richtet sich damit an Schüler, Eltern, Lehrer und Studenten.

Biodiesel-Debatte: Ruhe statt Hysterie

Vor einer erneut hysterisch geführten Diskussion über mögliche technische Probleme durch die Nutzung von Biodiesel hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe gewarnt. Es gebe derzeit keine "belastbaren Fakten", die schon jetzt begründete Sorgen bei den Fahrern von Diesel-Fahrzeugen auslösen könnten. Ein Sprecher des Kfz-Verbandes warnte vor einer "öffentlich geführten Diskussion ohne technische Sicherheit".

Die jüngste Vergangenheit lehre am Beispiel des vor drei Wochen frühzeitig gestoppten politischen Ziels der zehnprozentigen Beimischung von Bioethanol, dass belastbare technische Fakten unumgänglich seien. Zur aktuellen Diskussion, hieß es aus dem Kfz-Gewerbe, gelte es zunächst festzustellen, dass ein höherer Bio-Sprit-Anteil lediglich beabsichtigt sei. Derzeit enthalte der an Tankstellen verkaufte Diesel einen Biodiesel-Anteil von fünf Prozent. Künftig sollen es sieben Prozent werden.

Analog der E10-Diskussion seien jetzt die Automobilhersteller gefordert, die Daten der einzelnen Modelle zu veröffentlichen. Wörtlich hieß es: "Ruhe statt Hysterie ist gefragt." Die Politik müsse eine Endscheidung auf der Basis der Hersteller-Angaben treffen. Auch Autohäuser und Werkstätten benötigten umgehend diese Daten, um Verbraucher-Anfragen beantworten zu können.

Mehr Schutz für Autokauf im Internet

Die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet", die auch vom Deutschen Kfz-Gewerbe gefördert wird, erhält Unterstützung von behördlicher Seite: Ab sofort engagiert sich die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes als neuer Partner für mehr Sicherheit auf Internet-Fahrzeugmärkten. Künftig können Nutzer bei Betrugsverdacht direkt über ein Online-Formular Anzeige erstatten. Sie gelangen über einen Link auf die Website der Polizeilichen Kriminalprävention (www.polizei-beratung.de).

Ziel der gemeinsamen Initiative mit ADAC, AutoScout 24 und mobile.de ist es, Nutzer von Online-Autobörsen für Sicherheitsfragen rund um den Autokauf im Netz zu sensibilisieren, umfassend zu informieren und konkrete Hilfestellung zu geben. Das Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe empfiehlt, beim Kauf die besonderen "Spielregeln im Netz" einzuhalten und auf das Zeichen des Kfz-Gewerbes zu achten.

Nachwuchsförderungskampagne im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe



Zum Herunterladen: Bb-04.pdf

30.000 neue Lehrlinge in den Auto-Berufen

Ausbildung in der Kfz-Branche bleibt auf hohen Niveau - Auto-Berufe trotzen der demografischen Lücke - Jeder zweite Kfz-Mechatroniker mit mindestens Mittlerer Reife - Fahrzeuglackierer auf Erfolgskurs - Niedrigere Abbruchquote als im Gesamthandwerk - Lob für die Nachwuchskampagne - Werkstatttore werden für Mädchen geöffnet - "Girls Day - Mädchen-Zukunftstag!"

Köln. Mit 94.500 Auszubildenden und einer Ausbildungsquote von rund 20 Prozent ist das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe auch im Autojahr 2008 eine der größten Ausbildungsbranchen Deutschlands. Mehr als 30.000 neue Lehrlinge wurden mit Beginn des Ausbildungsjahres 2007/2008 eingestellt. Dies sind 1.000 Ausbildungsverträge mehr als ein Jahr zuvor, sagte Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, vor Journalisten heute (14. März) in Köln. Diese Daten spiegelten das international anerkannt hohe Niveau der Ausbildung im Kraftfahrzeuggewerbe und die Attraktivität der Auto-Berufe wider.


Einen kleinen Schatten in der strahlenden Ausbildungsbilanz der Branche mit knapp 40.000 Betrieben sieht Rademacher in der Zahl der Ausbildungsbetriebe, die mit der positiven Entwicklung der Ausbildungsbilanz nicht Schritt halten konnten. So bildeten im Vorjahr 25.600 Kfz-Meisterbetriebe aus. Dies sei ein Rückgang der Ausbildungsbetriebsquote um einen Prozentpunkt auf 36 Prozent. Der zu erwartenden demografischen Lücke steuere die Branche mit attraktiven Ausbildungsangeboten entgegen. "Wir ersetzen bereits im ersten Ausbildungsjahr \'Feile\' und \'Hammer\' durch den Umgang mit Mess- und Diagnosegeräten", erklärte Rademacher den bereits seit Jahren eingeleiteten Paradigmenwechsel in der Ausbildung hin zu mehr IT-Qualifikation.


Zahl neuer Lehrlinge ist auf hohem Niveau

Der Erfolg der Nachwuchsförderungskampagne zeige sich vor allem im Ausbildungsberuf des Kfz-Mechatronikers. Mit 20.730 Ausbildungsverträgen im Jahr 2007 liege die Zahl neuer Lehrlinge auf konstant hohem Niveau. Bemerkenswert sei die zunehmende Einstiegsqualifikation der Berufsbewerber. Jeder zweite Lehrling könne einen Schulabschluss von mindestens Mittlerer Reife vorweisen. Bevor Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker im Jahr 2003 im Berufsbild Kfz-Mechatroniker aufgingen, habe diese Quote noch bei 35 Prozent gelegen. Die besseren Schulabschlüsse korrespondierten zudem mit einer geringen Abbruchquote (16 Prozent). Die seit über zwei Jahrzehnten mit der Automobilindustrie laufende Nachwuchsförderungskampagne habe als eine Zielsetzung, den Trend der besseren schulischen Vorbildung zu stärken und auszubauen.


Fahrzeuglackierer auf Erfolgskurs

Dass Entbürokratisierung und Neufassung von Berufen ihren Wert hätten, zeige die Entwicklung des "Fahrzeuglackierers", der seit 2003 als eigenständiger Beruf ausgebildet werde. Bis dahin habe der Fahrzeuglackierer als Untergruppe zu den "Malern und Lackierern" gehört. In diesem Berufsbild sei mit 3.268 neuen Lehrlingen eine Steigerung um 23 Prozent erreicht worden. Dies sei ein besonderer Verdienst der Kfz-Meisterbetriebe sowie der Lackierer- und Karosseriebaubetriebe.

Die kaufmännischen Berufe des Kfz-Gewerbes haben sich nach Angaben Rademachers mit insgesamt 17.780 Auszubildenden auf der Berufswunschliste weit oben positioniert. Mit 4.063 neu abgeschlossenen Verträgen (plus 5,8 Prozent) habe sich die Ausbildung zum Automobilkaufmann als ein gefragter Berufseinstieg mit steigender Tendenz erwiesen. Rademacher wörtlich: "Alle Auto-Berufe sind und bleiben Chancen für Könner."


Die Frauenquote nimmt stetig zu

Die Frauenquote in der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker nehme auf niedrigem Niveau stetig zu. Von 70.000 eingetragenen Ausbildungsverhältnissen im Beruf Kfz-Mechatroniker fielen etwa 1.300 auf junge Frauen. Dies seien knapp zwei Prozent. Die Chancen in den "Männer-Berufen" würden für junge Frauen weiter steigen, denn der Wettbewerb der Unternehmen um qualifizierten Nachwuchs werde härter. Mittelfristig erwarte man eine Verdoppelung der derzeitigen Frauenquote.


Im Rahmen der Nachwuchsförderungskampagne habe das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe die Aktion "Girls ans Auto" gestartet, um mehr Mädchen für kfz-technische Berufe zu begeistern und mehr Kfz-Unternehmen zu motivieren, sich aktiv für qualifizierte Bewerberinnen zu öffnen. Kfz-Betriebe, die bereits Mädchen ausbildeten seien in einer Adressdatenbank im Internet unter www.autoberufe.de zu finden.


Kfz-Betriebe sind beim "Girls Day"

Am 24. April 2008 erwarte die Branche bis zu 10.000 Kfz-Meisterbetriebe im Deutschen Kfz-Gewerbe, die Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn zu einem Besuch in den Werkstätten einladen, erklärte ZDK-Geschäftsführer Ingo Meyer. Beim "Girls Day - Mädchen-Zukunftstag" stehe das praktische Erleben im Mittelpunkt: Mädchen könnten Einblicke in die Praxis verschiedener Ausbildungsberufe gewinnen und Kontakte für den beruflichen Lebensweg herstellen. Die Nachfrage der Betriebe nach Einladungsflyern habe sich gegenüber 2007 verdreifacht. Die Zweitplazierte des "Girls Castings 2007", Christiane Gowik (20) aus NRW, und Nora Bost (20) aus dem Saarland, die als einzige Kfz-Mechatronikerin unter 15 Männern am Bundesleistungswettbewerb 2007 teilgenommen habe, seien die Botschafterinnen des Kfz-Gewerbes für den Girls Day 2007.