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Prämie: Noch ein Formular

Es gibt ein weiteres Formular zur Umweltprämie. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat in einer Presseinformation mitgeteilt, dass zu den seit 16. April verschickten Reservierungsbescheiden ein so genanntes Verwendungsnachweisformular mit gesandt wird, auf dem auch Korrekturen von Schreibfehlern im Online-Antrag erfolgen könnten.

Ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte heute ergänzend, die Nachweisunterlagen sollten auf jeden Fall erst nach dem Erhalt des Reservierungsbescheides zum Bafa geschickt werden. Vorerst nämlich würden für 120.000 Anträge die Reservierungsbescheide verschickt.

Bescheide für die verbleibenden derzeit rund 630.000 Reservierungsanträge für die Umweltprämie könnten durch das Bundesamt erst dann versendet werden, wenn das Gesetzgebungsverfahren für die 3,5 Milliarden Euro, mit denen der Prämientopf bekanntlich aufgestockt worden sei, abgeschlossen sei.

Datenbank für Partikelfilter online

VCD und ZDK: Jetzt nachrüsten!

Berlin/Bonn. Feinstaub aus Dieselruß gefährdet die Gesundheit und ist besonders in Ballungsgebieten ein ernsthaftes Problem. Daher richten immer mehr Städte Umweltzonen ein, die von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß nicht mehr befahren werden dürfen. Wer seinen Diesel mit einem Partikelfilter nachrüstet, kann den Feinstaubausstoß erheblich senken und so die Umweltzonen meist problemlos befahren. Um Dieselfahrern die Suche nach einem passenden Filter zu erleichtern, stellen der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) jetzt unter der Internetadresse www.partikelfilter-nachruesten.de eine Datenbank zur Verfügung, die einen Überblick über erhältliche Nachrüstfiltersysteme bietet.

Nach Eingabe des Fahrzeugmodells und weiterer Fahrzeugangaben listet das Online-Portal eine Auswahl von passenden Nachrüstfiltern verschiedener Hersteller auf - sowohl für Pkw als auch für Transporter. Die Internetdatenbank ist herstellerneutral und wird direkt von den jeweiligen Anbietern der Nachrüstfilter aktualisiert. In die Liste aufgenommen werden jedoch nur Partikelfilter, die nachweislich funktionieren, betonen VCD und ZDK.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: "Wer seinen Diesel nachrüstet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und für mehr Lebensqualität in den Städten. Aber auch das Klima profitiert davon, da Dieselruß nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen klimawirksam ist."

Der Einbau von Partikelfiltern lohne sich auch finanziell: Noch bis Ende 2009 gewähre der Staat Haltern von Diesel-Pkw eine einmalige Förderung von 330 Euro, wenn sie ihr Fahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüsten. Zudem entfalle bis April 2011 der Zuschlag bei der Kfz-Steuer für ungefilterte Diesel. Auch erhöhe sich der Wagenwert erheblich. Da vielerorts ab dem kommenden Jahr die Zufahrtsregeln für die Umweltzone verschärft würden, sichere der Partikelfilter durch die Einstufung in die nächsthöhere Schadstoffklasse in den meisten Fällen auch weiterhin freie Fahrt.

Berechnung der zukünftigen Kfz-Steuer ab 01.07.2009

Link zur Berechnung der zukünftigen Kfz-Steuer ab 01.07.2009


Steuerberechnung

Klima-Check für sicheres Fahren

Die Frühlingssonne lässt die Stimmung steigen. Und auch die Temperaturen im Auto. Für angenehmes Klima sowie entspanntes und damit sicheres Fahren sorgt die Klimaanlage. Damit sie auch immer ihre volle Leistung bringt, ist regelmäßige Wartung im Kfz-Meisterbetrieb wichtig. Darauf weist ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes hin. Auch hohe Reparaturkosten lassen sich dadurch vermeiden. So kann es den Autofahrer bis zu 1.000 Euro kosten, wenn der Kompressor, das Herzstück der Klimaanlage, ausgetauscht werden muss.

Damit die Klimaanlage dauerhaft und einwandfrei funktioniert, sollten die Fachleute in der Kfz-Meisterwerkstatt beim Klima-Check die Schlüsselkomponenten, wie zum Beispiel Kompressor, Kondensator und Verdampfer, regelmäßig nach Herstellerangaben überprüfen. Da die Klimaanlage unter ständigem Druck arbeitet, sind ihre Komponenten einem natürlichen Verschleißprozess ausgesetzt. Auch Schläuche und Dichtungen altern und trocknen aus und werden zunehmend undicht. Dadurch verflüchtigt sich das Kältemittel, und die Kühlleistung lässt nach.

Außerdem empfehlen die Kfz-Werkstätten den Autofahrern, alle zwei Jahre einen Klima-Service durchführen zu lassen. Hierbei wechseln die Fachleute das Kältemittel oder ergänzen es, überprüfen die Dichtigkeit und tauschen bei Bedarf den Filter-Trockner aus. Mit einem breiten Programm an Ersatzteilen und speziellen Mess- und Testinstrumenten rund um den professionellen Klimaservice kann die Kfz-Meisterwerkstatt mögliche Schäden an der Klimaanlage schnell und unkompliziert beheben.

Kfz-Gewerbe begrüßt Regierungsbeschluss

Den heutigen Beschluss der Bundesregierung zur Umweltprämie hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt. Mit der weiterhin gewährten vollen Prämie in Höhe von 2.500 Euro und der Deckelung des Topfes auf fünf Milliarden Euro sei eine im Interesse der Kunden und des Handels liegende Entscheidung getroffen worden. Der Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte, "die Entscheidung des Bundeskabinetts ist ein Sieg des Vertrauensschutzes".

Das Kfz-Gewerbe geht nach Darstellung seines Sprechers davon aus, dass der Prämientopf geleert werde. Die insgesamt erwarteten zwei Millionen Käufe neuer und junger Pkw seien ein über allen Prognosen liegendes Ergebnis. Die Umweltprämie könne schon heute als der effizienteste Teil des Konjunkturpaketes II mit deutlichen Marktimpulsen am Standort Deutschland für Hersteller, Zulieferer und Handel bezeichnet werden. Die "Zielgruppe" der Umweltprämie sei rund elf Millionen Fahrzeuge groß, davon 7,6 Millionen Pkw mit einem Marktwert bis 2.500 Euro und einem Alter über neun Jahren. 3, 2 Millionen Fahrzeuge haben nach Darstellung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes einen Marktwert zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

Warum Wuchten zum Räderwechsel gehört

Sie werden über Kanten und Schlaglöcher gejagt, von großen Fliehkräften verformt und verrichten doch ihren Dienst - Autoreifen. Gerade weil Reifen so klaglos den üblichen Belastungen standhalten, ist wenig über die Auswirkungen so genannter Unwuchten bekannt. Nicht selten verzichten daher Autofahrer darauf, diese ausgleichen zu lassen. Wer hier den Rotstift ansetzt, spart ganz klar an der falschen Stelle. Die Autoexperten des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes erklären, warum wuchten wichtig ist:

Ein richtig rund laufendes Rad gewährleistet sicheres und komfortables Fahren. Die Gewichtsverteilung am Rad ist aber nicht perfekt. Kommt das Rad aufgrund eines Bordsteinremplers aus dem Gleichgewicht, lassen so genannte Radial- oder Lateralkraftschwankungen eine Unwucht entstehen. Aber auch neue Reifen haben eine Unwucht, denn die Masse eines sich drehenden Rades ist nie völlig gleichmäßig über den Umfang verteilt. Ungleich abgefahrene Reifen und ein flatterndes Lenkrad sind ein Indiz dafür. Bei schneller Fahrt entwickeln Reifen enorme Fliehkräfte. Kleine Unregelmäßigkeiten von nur wenigen Gramm potenzieren sich so - in Abhängigkeit von der Größe der Reifen - um ein Vielfaches und beanspruchen Reifen, Radlager, Achsaufhängung und Karosserie. Das hat Folgen für die Sicherheit, denn mit steigendem Fahrtempo nimmt die Unwucht zu und die Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn verringert sich. Das Auto fährt mit zunehmendem Tempo immer unruhiger.

Um ungleichen Verschleiß am Reifen sowie Schäden an der Radaufhängung zu vermeiden, sollte ein Fachmann mit dem saisonalen Reifenwechsel auch die Räder auswuchten: Im Kfz-Meisterbetrieb werden Ungleichmäßigkeiten des Rad-Reifen-Systems ermittelt und mit einem kleinen Gegengewicht ausgeglichen. Das Auswuchten erfordert besondere technische Geräte. Der Fachmann verrichtet das Auswuchten nach dem aktuellen Stand der Technik sach- und fachgerecht und auf Basis der gesetzlichen Grundlagen. Darüber hinaus ist Feinwuchten zumindest für die Räder der Lenkachse zu empfehlen. So werden direkt am Auto Restunwuchten ausgeglichen, die durch Nabe und Bremsscheiben auftreten.

Kfz-Gewerbe für volle Prämie

Gegen eine Absenkung der Umweltprämie hat sich das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe ausgesprochen. Ein Sprecher des Branchenverbandes ZDK sagte, die Bundesregierung habe noch in dieser Woche durch beide Regierungssprecher erklärt, dass die volle Prämie für das Jahr 2009 gewährt werde.

Die jetzt aufgeflammte Diskussion über eine Kürzung der Prämie ab Juni sorge für erneute Unruhe und Verunsicherung. Wer eine solche Regelung fordere, müsse sich darüber im Klaren sein, dass dies psychologisch gesehen einer Abschaffung der Prämie zum 31. Mai gleichkomme.

Abschließend sagte der Sprecher, die vom Verband in Auftrag gegebene forsa-Umfrage habe bereits im Januar gezeigt, dass zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Autofahrer die Umweltprämie "auf jeden Fall beantragen werden".

Umweltprämie: ZDK fordert Klarheit

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert die Bundesregierung auf, schnellstmöglich Klarheit über die weitere Gewährung der Umweltprämie zu schaffen. Nach heutigem Stand sind rund 940.000 Prämien-Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einschließlich der Reservierungsverfahren eingegangen.

Der anhaltende Erfolg der Umweltprämie lasse bis zum Jahresende die Zahl von 1,5 Millionen Anträgen als wahrscheinlich unteren Wert erscheinen. Die Bundesregierung sei gefordert, den vielfältigen Ankündigungen umgehend klare Beschlüsse und Entscheidungen folgen zu lassen.

Autokunden wie Autohändler sind völlig verunsichert, warnte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Eine Entscheidung zur Aufhebung der Deckelung des Fördertopfes könne keinesfalls bis Ostern warten, sondern müsse jetzt getroffen werden. Nur eine Stichtagsregelung könne letztendlich Klarheit schaffen. Die Belastung durch die vorgeschlagene Änderung halte sich für den Staat, wie bei der Umweltprämie insgesamt, durch die zusätzlichen Steuereinnahmen in Grenzen. Als Stichtag angedacht war der 31. Dezember 2009.

Umweltprämie auf gewerbliche Nutzfahrzeuge ausdehnen

Berlin/Bonn. Die Bundesregierung verlängert die Umweltprämie für private neue Pkw und Jahreswagen bei gleichzeitiger Verschrottung des Altfahrzeugs. Dazu erklären die Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, und des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), Robert Rademacher:

"Die Krise muss mit Unterstützung des Staates auch zur ökologischen Erneuerung des gewerblichen Fahrzeugparks genutzt werden. Dazu schlagen wir eine Ausdehnung der Umweltprämie auf Transporter und leichte Nutzfahrzeuge vor.

Damit wird

1. ein positiver ökologischer Effekt erreicht,
2. die Fuhrpark-Modernisierung auch für kleine und mittlere Betriebe möglich,
3. und die innovative Nutzfahrzeug- und Reifenindustrie wird gezielt gefördert.

Viele kleinere Betriebe können die Umweltprämie nicht nutzen. Gerade Handwerker fahren ältere Kombi- und Transportfahrzeuge, sowie Spezialfahrzeuge, deren Antrieb oft nicht mehr heutigen Umweltstandards entspricht. Die Investition in Neufahrzeuge ist in der aktuellen Krise vielen Unternehmen nicht möglich, zumal diese Arbeitsfahrzeuge häufig trotz ihres Alters nur geringe Laufleistungen aufweisen.

Es sollten nicht nur auf der einen Seite Halter von Pkw und auf der anderen Seite Betreiber von schweren Lkw durch staatliche Förderprogramme Unterstützungen zum Neukauf erhalten. Eine Ausdehnung auf die gleichfalls betroffenen Handwerksbetriebe ist angebracht. Zumal die Umweltprämie die Konjunktur stützt und sich durch das deutlich erhöhte Mehrwertsteueraufkommen teilweise selbst finanziert.

Erschwerend kommt hinzu, dass ab 2010 die Verschärfung der Fahrverbote für Dieselfahrzeuge mit roten oder gelben Umweltplaketten in vielen kommunalen Umweltzonen erfolgt. Auch diese erfordern gerade bei Handwerksfahrzeugen kostenintensive Anpassungsmaßnahmen."

Umweltprämie: Postweg öffnen

Die auch am zweiten Tag bestehenden technischen Probleme beim elektronischen Versand der Unterlagen für die Umweltprämie durch Autohäuser und Autokunden hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe veranlasst, in einer Nachricht an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) die Öffnung des Postweges zu ermöglichen.

Ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte heute, der Branchenverband ZDK fordere, das postalische Verfahren auch für die Prämien-Reservierung durch Kaufverträge zu nutzen. Die technischen Probleme sorgten unverändert für Unruhe und Unsicherheit beim prämienvergünstigten Verkauf von neuen Pkw und Jahreswagen.