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Auto-Werkstätten behaupten Spitzenplatz

Deutschlands Pkw-Werkstätten sind spitze. Dies jedenfalls ist das Urteil der Verbraucher im jetzt veröffentlichten Kundenmonitor 2009, der die automobilen Servicebetriebe auf Rang zwei sieht. Mit der Note "vollkommen zufrieden" (1,93) bewiesen die Werkstätten ein herausragendes Serviceniveau, heißt es zum Ergebnis der repräsentativen Befragung von nahezu 30.000 deutschen Verbrauchern.

Gemeinsam mit Versandapotheken und Optikern, sagte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, führe man die Skala der Branchen in der Kundenzufriedenheit an. Dies sei eine motivierende Bestätigung für 39.100 Unternehmen und 461.900 Mitarbeiter, die jährlich rund 73 Millionen Serviceaufträge auf hohem Niveau erledigten. Der Kundenmonitor belege eine seit Jahren wachsende Servicequalität (2008: Note 2,06). In Zeiten nach der Umweltprämie sei es wichtiger denn je, dass inhabergeführte Unternehmen ihre Marktchancen durch individuelle Leistungen und Konzentration auf persönlichen Kontakt nachhaltig sicherten. Rund 28 Prozent der Prämien-Kunden hätten erstmals in einem Autohaus gekauft. Dies seien 560.000 Neukunden, die es nun gelte, langfristig mit gezielten Marketingmaßnahmen und hoher Servicequalität an die Betriebe zu binden.

Mit diesem Ergebnis einher geht die positive Entwicklung der Schiedsstellen-Bilanz für das Jahr 2008. 16 Prozent weniger Anträge seien eine gute Bilanz für Servicequalität und Verbraucherschutz. Die Schiedsstelle im Kfz-Gewerbe ist eine neutrale Kommission für den Verbraucherschutz. Sie regelt Beschwerden im Vorverfahren ohne gerichtliche Auseinandersetzung. Im Rahmen der gemeinsamen Serviceoffensive mit dem PR-Partner Fuchs Europe Schmierstoffe wolle man die Themen Direktannahme und Schiedsstelle noch besser aufstellen. Gerade junge Kunden wüssten wenig über die Schiedsstelle als langjähriges und bewährtes Gremium der Kfz-Betriebe mit dem blau-weißen Meisterschild. Die Direktannahme mit Reparaturauftrag und Erläuterung der Rechnung am Fahrzeug verhindere Missverständnisse von vorneherein und unterstütze das gemeinsame Ziel aller Betriebe, den guten Branchenruf zu halten und auszubauen.

Kfz-Gewerbe vor Strukturwandel

Klettwitz. Der Strukturwandel im Kfz-Gewerbe sei ohne schmerzhafte Anpassungsmaßnahmen sowohl auf Seiten der Automobilhersteller als auch der markengebundenen Händler und Werkstätten nicht zu bewerkstelligen. Darauf wies ZDK-Präsident Robert Rademacher in seiner Rede beim Branchentreffen des Landesverbands Berlin Brandenburg am 2. September auf dem Lausitzring hin.

Vor prominenten Gästen, an ihrer Spitze Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Landesverkehrsminister Reinhold Dollmann, betonte Robert Rademacher, dass darüber hinaus aber auch eine neue Art von Partnerschaft zwischen Herstellern und Vertragspartnern organisiert werden müsse: "Wir als Verband werden alles daran setzen, die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit substantiell zu verbessern."

Den Wortlaut der Rede finden Sie im Pressebereich unter dem Menüpunkt Statements/Reden.

Kfz-Gewerbe trotz neuem Auto-Rekord unzufrieden

Steigerung beim privaten Autokauf von über 70 Prozent erwartet - Kfz-Betriebe in Berlin und Brandenburg befürchten Talfahrt in 2010 - Werkstattgeschäft rutscht ins Minus - Automarkt ohne Einheit - Kraftfahrzeug-Verband will "Umweltzone mit Vernunft" - Sorge um die Plätze für die Ausbildung

Berlin. Trotz neuem Verkaufsrekord für neue Autos ist das Kraftfahrzeuggewerbe in Berlin und Brandenburg mit dem Autojahr 2009 unzufrieden. Der "Automarkt ohne Einheit" spüre vor allem im Verkauf gebrauchter Pkw (minus 0,9 Prozent), im Absatz von Transportern (minus 29,9 Prozent) und schweren Nutzfahrzeugen (minus 35,3 Prozent) sowie im Werkstattgeschäft (minus 3,8 Prozent) die schwierige konjunkturelle Lage. Hans-Peter Lange, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin-Brandenburg, sagte aus Anlass eines Branchentreffens vor Journalisten, die durch die staatlich gewährte Umweltprämie ausgelöste Sonderkonjunktur sei zu Ende. Wörtlich: "In wenigen Stunden ist der Topf leer. Der automobile Alltag steht schon in der Tür." Für die rund 1.300 Autohäuser und Werkstätten in Berlin und Brandenburg gehe es jetzt darum, die Weichen für die erwartete Talfahrt zu stellen. Die Branche gehe, auch vor dem Hintergrund anhaltender Strukturveränderungen, von "schweren Zeiten in Verkauf und Service für 2010" aus.

Vier Monate vor dem Jahresabschluss könne man bilanzieren, dass sich in Berlin das Verkaufsvolumen neuer Pkw von rund 78.000 im Vorjahr auf etwa 115.000 steigen werde. In Brandenburg erwarte man nach 59.000 verkauften neuen Pkw im Jahr 2008 nun cirka 125.000. Derzeit liege der Zuwachs im Privatgeschäft knapp über 100 Prozent. Trotz dieser erwarteten Verkaufsrekorde habe sich die Rentabilität des Autogeschäftes nicht verbessert, da im Sog der Umweltprämie ein zunehmender Preis-Wettbewerb stattgefunden habe. Das durchschnittliche Rabatt-Niveau habe die Branche lediglich um einen Prozentpunkt auf 10,5 Prozent verbessern können.

Lange wehrte sich gegen voreilige Dramatisierungen der erwarteten Rückgänge im kommenden Jahr. Die Sonderkonjunktur könne nicht Maßstab der Vergleiche sein. Es gebe auch "Lichtblicke im Grau des neuen Auto-Alltags". Dies betreffe vor allem das gewerbliche Geschäft, das sich im kommenden Jahr erholen könne. Auch im Transporter-Geschäft gebe es Hoffnung auf bessere Zeiten.

Mit den Worten "der Topf ist leer" prognostizierte der Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin-Brandenburg das "heutige Ende der Prämie". Zwar werde sich noch über Monate der Erfolg der Umweltprämie in großen Steigerungsraten bei den Zulassungen neuer Pkw niederschlagen, doch sei der Auftragseingang bereits ohne Dynamik.

Der Erfolg in der Gesamtbilanz der Umweltprämie schlägt sich nach Langes Worten auch im Fahrzeugbestand nieder. Einerseits werde durch zwei Millionen neue Pkw das vielfach beklagte hohe Durchschnittsalter von bisher 8,6 Jahren im Pkw-Bestand sinken, zum anderen habe die "Kauflust nach kleinen, grünen Autos" die Modellsegmente neu aufgeteilt. Sei der Anteil der so genannten Minis und Kleinwagen vor fünf Jahren noch bei rund 23 Prozent gewesen, erreiche er heute bereits 32,8 Prozent an der Zulassung neuer PKW.

Im Bereich des Landesverbandes Berlin-Brandenburg gebe es für das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe eine einzigartige Konstellation durch das starke Stadt-/Landgefälle. Wörtlich: "Wir erleben tagtäglich, wie unterschiedlich die Automärkte sind." Einerseits sei Berlin ein guter Markt für Fahrzeuge der Premiumklassen, andererseits bleibe die Hauptstadt bei der Motorisierung im Bundesvergleich Schlusslicht. Die starke Präsenz der Automobilhersteller im Handelsgeschäft in der Hauptstadt erschwere die Lage des mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbes.

Das Kraftfahrzeuggewerbe plädiere für eine "Berliner Umweltzone mit Vernunft und vernünftigen Ausnahmen". Man dürfe die fast 200.000 täglichen Pendler ebenso nicht vergessen wie Touristen und kleine handwerkliche Unternehmen, die eine "Einfahrt ohne Schranken" brauchten. Der Verband unterstütze alle Bemühungen, den nachträglichen Einbau von Rußpartikel-Filtersystemen besser als bisher zu fördern.

Dazu gehöre die Forderung, noch vor der Wahl die Weichen für eine Verlängerung des Förderzeitraums und die Erhöhung des Förderbeitrages von derzeit 330 Euro zu stellen. Dies sei entscheidender für die Erfolge der Nachrüstung und damit für die Reduktion von Umweltbelastungen als die Diskussion über eine neue Farbe der Plakette. Der nächsten Sitzung des Umweltausschusses des Bundestages im September komme besondere Bedeutung zu.

Abschließend ging Lange auf die unterschiedliche wirtschaftliche Kraft des mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbes in Berlin und Brandenburg ein. Außerhalb des Speckgürtels erlebe man ein zunehmend brüchiges Niveau der Erlöse. So könne man im Service, beispielsweise im Spreewald, lediglich mit Werkstattpreisen arbeiten, die knapp der Hälfte des bundesweiten Durchschnittswertes von 70 Euro entsprächen. Dabei gebe es bundesweit eine Bandbreite von 40 bis 120 Euro. Diese Herausforderungen zeigten sich auch im Arbeits- und Ausbildungsmarkt Kfz-Gewerbe. Während man in Berlin mit 154 Lehrlingen für das jetzt beginnende Ausbildungsjahr auf Vorjahresniveau liege, gebe es in Brandenburg starke Rückgänge.

Die anhaltenden Strukturveränderungen prägten die Nach-Prämien-Zeit. Dies gelte für die Nachfrage gleichermaßen wie für Antriebs- und Verkehrskonzepte sowie das Nutzungsverhalten in der individuellen Motorisierung. Lange forderte eine Position des Kraftfahrzeuggewerbes bei der Elektro-Mobilität. Zwar habe man keine überzogenen Erwartungen, doch im "Leitmarkt Berlin wollen wir einen Fuß in der Tür haben".

DAT neuer Partner für "autoglas Plus"

Das zur Abwicklung von Glasschäden erarbeitete Konzept "autoglas Plus" ist jetzt noch leistungsfähiger. Dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (TAK) gelang es, für das gemeinsame Produkt die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) als Technologiepartner zu gewinnen. Die Anwender von autoglas Plus haben künftig Zugriff auf das SilverDAT-Kalkulationssystem als Web-Applikation und können die so erzeugten, zur elektronischen Weiterverarbeitung geeigneten Daten über das DAT-Net direkt an die Versicherer übersenden. Als zusätzliche Optionen stehen den Anwendern nunmehr die Abfrage der Versicherungsdaten über das GDV-Netz sowie des VIN-Codes zur exakten Fahrzeugidentifizierung zur Verfügung.

Sprecher von ZDK und TAK bezeichneten die Partnerschaft mit der DAT als deutliche Aufwertung von autoglas Plus. Die Abwicklung von Glasschäden werde dadurch nochmals erleichtert und die Regulierung durch die Versicherer beschleunigt. Die Nutzung von autoglas Plus ist den Mitgliedsbetrieben des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) vorbehalten. Anfragen nimmt die TAK entgegen.

<strong>330 Euro vom Staat - Barzuschuss für Partikelfilter</strong>

Um die Förderung zu erhalten, müssen die Halter von Diesel-Pkw ihr Fahrzeug im Zeitraum vom 1. August 2009 bis einschließlich 31. Dezember 2009 nachrüsten lassen und bis zum 15. Februar 2010 den Einbau nachweisen. Das Fahrzeug muss bis 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen worden sein. Für das Programm stehen 60 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Betrag reicht für ca. 180.000 Nachrüstungen, die im sogenannten ?Windhundverfahren?? vergeben werden.

Nachrüstwillige müssen, wie bei der Abwrackprämie, ein Online-Formular ausfüllen. Dieses steht den Autobesitzern ab dem 1. September 2009 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.pmsf.bafa.de zur Verfügung. Neben dem Antrag muss eine Bescheinigung über den Einbau des Rußfilters an das BAFA eingereicht werden. Ausgezahlt wird der Bonus rückwirkend ab dem 1. August 2009.

Vor dem Hintergrund, dass in einigen Städten bald nur noch Fahrzeuge mit grüner oder gelber Plakette in die Umweltzonen einfahren dürfen und in Sachsen die Einführung von Umweltzonen in Dresden und Leipzig diskutiert wird, gewinnt die Nachrüstung an Bedeutung. Dadurch kann das Fahrzeug in eine bessere Schadstoffklasse eingestuft werden und eine Plakette bzw. die nächstgünstigere Plakette bekommen. Über die Nachrüstmöglichkeiten für ein Fahrzeug informieren die für die Abgasuntersuchung anerkannten Meisterbetriebe der Kraftfahrzeuginnungen in Sachsen. Sie bieten dem Kunden Qualität rund um das Automobil und sind kompetente Partner für den Autofahrer.

<strong>Kia Motors unterstützt Standards für Automobilverkäufer</strong>

Als 34. Automobilmarke ist die Kia Motors Deutschland GmbH der Gütegemeinschaft "Geprüfte/r Automobilverkäufer/in" (GAV) beigetreten. Wie ein Sprecher des Kfz-Gewerbes betonte sei es unverändertes Ziel der Gütegemeinschaft, mit einheitlichen Standards innerhalb der Verkäuferausbildung gleichermaßen Vorteile für Hersteller, Importeure, Vertriebsorganisation, Automobilverkäufer und Kunden zu schaffen. Weitere Ziele des Projekts sind das Image der Verkäuferausbildung zu verbessern und die Fluktuation in diesem Berufsfeld zu begrenzen.

Derzeit sind elf Automobilhersteller und 20 Importeure mit insgesamt 34Marken in der Gütegemeinschaft vertreten. Sie alle setzen auf die Vorteile der anerkannten Qualifizierung: So belegt eine Fluktuationsstudie, die im Auftrag der Gütegemeinschaft GAV erstellt wurde, dass Neuwagenverkäufer mit GAV-Ausbildung etwa 20 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen als ihre Kollegen ohne diese Qualifikation.

Die Ausbildung zum "Geprüfte/r Automobilverkäufer/in" wurde 1997 nach den Regeln der Branchenverbände VDA (Verband der Automobilindustrie), VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller) und ZDK (Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe) ins Leben gerufen und hat sich inzwischen fest etabliert. Bis heute wurden über 24.000 Automobilverkäufer/innen erfolgreich zertifiziert.

Gebrauchtwagenmarkt ist trotz Umweltprämie stabil

Trotz Umweltprämie zeigt sich der Gebrauchtwagenmarkt in den ersten sieben Monaten dieses Jahres stabil. Nach Angaben des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes lag die Zahl der Besitzumschreibungen von Januar bis Juli 2009 bei 3,65 Millionen Fahrzeugen und damit nur 1,1 Prozent unter dem Wert des Vergleichszeitraums in 2008.

Das Segment der Fahrzeuge, die älter als neun Jahre seien und damit für die Umweltprämie in Frage kämen, sei mit 16 Millionen sehr groß, betonte ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes. Selbst wenn aus dieser Kategorie maximal zwei Millionen Fahrzeuge durch die Umweltprämie herausfallen würden, bliebe mit 14 Millionen Fahrzeugen immer noch eine stabile Basis, die sich im übrigen ab dem kommenden Jahr wieder verbreitern würde. Darüber hinaus sei auch die Werkstattauslastung nach wie vor zufrieden stellend und läge im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 83 Prozent und damit um 2,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Umweltprämie: Kaum ein Zusammenhang zwischen Vorfinanzierung und Liquiditätsengpass

Als "missverständlich" bewertete ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes aktuelle Presseberichte, in dem ein Zusammenhang zwischen Liquiditätsengpässen und der Vorfinanzierung der Umweltprämie im Autohandel hergestellt wurde.

Man müsse deutlich unterscheiden zwischen den Händlern, die in unterschiedlichsten Umfängen die Umweltprämie vorfinanziert hätten und den Fällen, in denen es möglicherweise zu Liquiditätsengpässen gekommen sei. Solche Engpässe hätten aber verschiedenste Ursachen und seien nur in vergleichsweise wenigen Fällen auf die zögerliche Auszahlung der Umweltprämie zurückzuführen.

Ohnehin sei es aus Sicht des ZDK nicht empfehlenswert, dass die Händler ihren Kunden die Umweltprämie vorfinanzierten. Die Prämie hätte auch ohne eine solche Vorfinanzierung bei der in Betracht kommenden Zielgruppe genügend Resonanz gefunden.

Darüber hinaus habe die Bafa auf Anfrage des ZDK erklärt, inzwischen nur noch vier bis sechs Wochen vom Eingang eines Prämienantrages bis zu dessen Auszahlung zu benötigen. Aus Sicht des Verbandes sei eine solche Bearbeitungsdauer nicht zu beanstanden, so der Sprecher.

Das große "S" wie Sound

Ab 1. Oktober 2009 wird das große "S" für alle Reifengrößen bis 185 Zentimeter Pflicht. Darauf hat jetzt ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes verwiesen.

Verkauf und Montage der betroffenen Reifen ohne "S" seien über dieses Datum hinaus nur noch erlaubt, wenn ein Zertifikat einer Typgenehmigungsbehörde bestätige, dass der Reifentyp trotzdem die Geräuschanforderungen erfülle. Wer noch Reifen ohne "S" auf Lager habe, die er vor dem 1. Oktober 2009 nicht verkaufen könne, sollte diese Zertifikate bei den Reifenlieferanten anfordern. In einem Stufenplan, jeweils zum 1. Oktober der kommenden beiden Jahre, würden die größeren Pneus erfasst. Hintergrund sei eine europäische Regelung hinsichtlich der Rollgeräuschemissionen und der Haftung auf nassen Oberflächen.

Florian Weiss für Kfz-Gewerbe in Kanada

Der Kfz-Mechatroniker Florian Weiss (22) aus Schneeberg nimmt für das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe am 40. Internationalen Berufswettbewerb (IBW) in Calgary/Kanada teil. Vom 2. bis 5. September 2009 gehen 23 Teilnehmer aus 20 Berufen für Deutschland an den Start.

An den vier Wettbewerbstagen müssen die internationalen Teilnehmer aus dem Kfz-Gewerbe sieben praktische Aufgaben an verschiedenen Ford-Modellen bewältigen. Florian Weiss hat den Vorteil, im Ford-Autohaus Hess in Burgstadt gelernt zu haben. Zusätzlich erhält er zusammen mit den Teilnehmern aus Österreich, Südtirol und Luxemburg ein gezieltes einwöchiges Intensiv-Training bei der Ford-Werke GmbH in Köln. Außerdem steht ihm Rudolf Angerer, der Goldmedaillengewinner von 1983, mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus wird auch Stephan Paschke, IBW-Teilnehmer von 2003, als "Juniorexperte" dabei sein.

Erstmals seit diesem Jahr müssen die teilnehmenden Verbände die Kosten für die Teilnahme am IBW selbst tragen. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe wird dabei von den Firmen Miracle Europe GmbH und Carbon GmbH, beide in Eigeltingen, großzügig mit 10.000 Euro unterstützt.

Träger des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Berufswettbewerbs als der weltweit größten Leistungsshow der beruflichen Bildung ist WorldSkills, eine internationale Organisation zur Förderung der Berufsbildung. Ihr gehören gegenwärtig zirka 50 Mitgliedsländer aus allen Kontinenten an. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, den Ausbildungsstand eines Berufes, aber auch das jeweilige Berufsbildungssystem im internationalen Vergleich zu messen. Seit 1953 beteiligt sich das deutsche Handwerk erfolgreich an den Berufsweltmeisterschaften. Für 2013 hat sich Deutschland mit Leipzig als Austragungsort für den IBW beworben.