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Jeder 10. noch mit Winterreifen

Hochsommer, schweißtreibende Temperaturen um die 30 Grad. Menschen brauchen Abkühlung, Sandalen statt Schnürstiefel. Für rund zehn Prozent der Autofahrer indes scheint die saisonale Zeit noch nicht angekommen zu sein, denn sie sind - wie eine Auswertung der Verkehrssicherheitsaktion "Wash & Check" jetzt ergab, noch immer mit Winterreifen unterwegs. Die Reifen-Experten des Kfz-Gewerbes warnten in diesem Zusammenhang vor einer falschen Bereifung, vor allem für die "große Urlaubsfahrt". Hochgerechnet auf den Fahrzeugbestand bedeute das Ergebnis der Aktion des deutschen Verkehrssicherheitsrates nämlich, dass rund vier Millionen Pkw falsch bereift unterwegs seien.

Pressegespräch zur Filternachrüstung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe informieren am 15. Juli 2008 im Autohaus Schmitt in Frankfurt zu Themen rund um Umweltzonen und Umweltplaketten. Fast ganz Frankfurt erklärt sich ab 1. Oktober zur Umweltzone. Jürgen Resch, Geschäftsführer der DUH, sowie Jürgen Karpinski, Präsident des hessischen Kfz-Gewerbes, beantworten die Fragen der Presse und demonstrieren eine Filternachrüstung.

Das fünfte Rad fährt mit

Wer denkt vor der Reise mit dem Auto schon an das Reserverad? Während der genaue Blick auf die Reifen vor der großen Fahrt für die meisten Autofahrer selbstverständlich ist, wird das fünfte Rad dabei oft vergessen. Auch wenn der Kopf voll ist mit Urlaubsplanung, darf der Ersatzpneu indes nicht zu kurz kommen: Sollte auf der Fahrt zum Ferienort wirklich der Fall der Fälle eintreten, muss der Reservereifen fit sein und großen Belastungen standhalten. Schließlich stehen Autobahnfahrten bevor und Insassen wie Gepäck bedeuten ein ordentliches Gewicht. Die Reifenexperten in den Kfz-Meisterbetrieben haben jetzt mit Blick auf die Urlaubsreisewelle Tipps zusammengestellt:

Der Luftdruck des Reservereifens sollte bei jeder Kontrolle der Reifen mitgeprüft werden - mindestens alle vier Wochen. Dabei ist das Ventil des Reserverades auf Verschmutzung zu untersuchen. Bei Urlaubszuladung den Luftdruck laut Betriebsanleitung um 0,2 bis 0,4 Bar erhöhen, da die Reifen bei voller Beladung auf schnellen Autobahnetappen am stärksten beansprucht werden - das spart zudem Sprit. Alle Räder, inklusive Reserverad, sollten zudem noch ausreichend Profil aufweisen. Ob die nötige Profiltiefe von drei Millimeter noch vorhanden ist, lässt sich mit einem einfachen Trick überprüfen: Steckt man eine Euromünze in das Profil und der goldenen Rand ist sichtbar, wird ein neuer Satz Reifen fällig.

Handelt es sich beim Notfallpneu vielleicht noch um die "Erstlingsausstattung", die seit Jahren im Kofferraum schlummert? Nicht benutzte Reifen altern schneller; sie neigen eher zu Rissen und Druckverlust. Denn in ruhendem Zustand können die Alterungsschutzmittel im Reifeninneren ihre Wirkung kaum entfalten. Das hat zur Folge, dass die Gummimischung einen Teil ihrer Fähigkeit verliert und die Reifen, besonders auf nasser Fahrbahn, deutlich schlechtere Fahreigenschaften aufweisen. Selbst wenn er noch tadellos aussieht und hohes Restprofil hat, gilt deshalb für den Reservereifen: Ist er über sechs Jahre alt, sollte er vom Fachmann untersucht werden.

20. Automechanika: Messe-Marathon

Frankfurt. Die Automechanika, weltweit führende Leitmesse für den automobilen Service und den Aftersales-Market, feiert Geburtstag: Zum 20. Mal findet die Messe statt, in diesem Jahr vom 16. bis 21. September. Aussteller und Besucher aus 140 Ländern werden auf dem Frankfurter Messegelände erwartet.

Die Automechanika wird ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Mehr als 4.600 Aussteller sind eine neue Bestmarke und die Größe der automobilen Service-Messe wird an einem Vergleich deutlich. Messe-Marathon ist angesagt, denn - so Brandmanager Kurzwaski vor der Fachpresse - alle Gänge zwischen den Ständen in einer Richtung aneinander gereiht, ergäben rund 40 Kilometer Länge. Fehlten gut zwei Kilometer an der Marathon-Distanz.

Servicemarkt im Wandel

Wartungsloyalität sinkt, Schwarzarbeit steigt - Servicemarketing braucht Umweltaspekte - Serviceoffensive der 39.500 Unternehmen - Werkstattumsatz nahe 30 Milliarden Euro - Automechanika gibt Impulse - Investitionen für Umweltangebote - Diesel-Filter: Kulanzregelung vor der Entscheidung

Frankfurt. Die zurückgehende Ausgabenbereitschaft der Autofahrer und sich ändernde Kundenwünsche prägen zunehmend das Serviceumfeld für die rund 39.500 Unternehmen des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Zu den Folgen zählen sinkende Wartungsloyalität und ein Anstieg der Schwarzarbeit. Dies erklärte Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, vor Journalisten in Frankfurt. Dennoch bietet der Servicemarkt nach Einschätzung von Koblitz Wachstumspotenzial mit neuen Chancen für das Kfz-Gewerbe. Ungeachtet der aktuell rückläufigen Aufträge in den Servicesegmenten drei und vier, also bei über acht Jahre alten Autos, sei im laufenden Jahr ein Anstieg des Werkstattumsatzes auf rund 29 Milliarden Euro durchaus möglich. Die am 16. September beginnende Automechanika, die weltweit führende Leitmesse für den Autoservice, werde Impulse für ein von Umweltaspekten geprägtes Servicemarketing setzen.

Koblitz erinnerte daran, dass das noch immer zunehmende Durchschnittsalter der rund 41,2 Millionen Autos auf deutschen Straßen die Servicesegmente drei und vier dynamisch wachsen lasse. Für jedes fünfte Auto aus diesen beiden Segmenten sei im Vorjahr kein Werkstatt-Auftrag geschrieben worden.

Die Branche müsse einem drohenden Service-Vakuum entgegenwirken. Dies setze zielgruppenorientiertes Marketing voraus. Die Halter älterer Fahrzeuge benötigten individuelle Serviceangebote mit saisonalen Aktionen und Festpreis-Paketen. Die Branchenempfehlung mindestens einer Inspektion pro Jahr müsse den Autofahrern mit vielfältigen Maßnahmen des Servicemarketings nahe gebracht werden. So könne man das Wartungsdefizit abbauen.

Die Bedeutung der Automechanika in diesem Jahr sei besonders groß, weil eine schwierige wirtschaftliche Lage im Automobilgeschäft mehr schlechte als gute Nachrichten produziere. Die "neue automobile Normalität" des deutschen Marktes führe zwar zu steigenden Konsolidierungstendenzen, was indes nicht den Blick auf die Wachstumschancen des Marktes verstellen dürfe. Die Automechanika 2008 sei demzufolge auch ein Wegweiser für die Zukunft des Autoservice.

Der Trend der vergangenen zwei Jahrzehnte zeige die Veränderung des Servicemarktes. Die Zahl der Wartungsarbeiten pro Pkw, so Koblitz mit Hinweis auf den aktuellen DAT-Report, sei seit 1988 um fast ein Drittel gesunken. Der Wartungsaufwand habe sich im gleichen Zeitraum um 71 Euro pro Auftrag auf 241 Euro erhöht. Hingegen seien Verschleißreparaturen für den Kunden mit durchschnittlich 163 Euro gegenüber 1988 um 47 Euro günstiger geworden.

Sorge bereite die Zunahme von Schwarzarbeit und Do-it-yourself, wodurch der Branche rund sieben Millionen Aufträge verloren gingen. Dieses Volumen von geschätzten 1,6 Milliarden Euro jährlich entstehe mehrheitlich aus Wartungsarbeiten an älteren Fahrzeugen.

Leicht eingetrübt hat sich laut Koblitz das Investitionsklima in den 39.500 Unternehmen des Kraftfahrzeuggewerbes. Bei den technischen Investitionen mit durchschnittlich knapp 20.000 Euro gehe es vor allem um die Modernisierung der Werkstattausrüstung. In Immobilien wolle die Branche in den Jahren 2008 und 2009 weniger investieren, nämlich insgesamt rund 237 Millionen Euro. Insgesamt seien dies Ausgaben in Höhe von 710 Millionen Euro. Koblitz: "Diese Investitionen spiegeln den verhaltenen Optimismus wider."

In einer Phase anhaltender Strukturveränderungen sei es bemerkenswert, dass das Kfz-Gewerbe als Arbeitsmarkt weitgehend stabil geblieben sei. Einschließlich der annähernd 90.000 Auszubildenden gebe es knapp 470.000 Beschäftigte. Etwa 80.000 Meister und 145.000 Gesellen sowie 131.000 Angestellte, hiervon rund 40 Prozent aus dem technischen Bereich, zeugten von der Bedeutung des Service.

Zur aktuellen Situation beim Dieselfilter-Debakel sagte Koblitz abschließend, die unverändert niedrige Umtauschquote zwinge zu weiteren Aktivitäten. Koblitz forderte die Bundesregierung auf, nach dem KBA kurzfristig weitere Aktivitäten für ein "positives Umfeld für den Diesel-Filter" zu schaffen. Dazu müsse auch die Überlegung zählen, den Förderzeitraum über den 31.12.2009 hinaus zu verlängern und "Pkw-ähnliche Transporter" in die Förderung einzubeziehen. Das Kfz-Gewerbe sei sich zudem mit Umweltverbänden, Herstellern und dem Zentralverband des Handwerks einig, mit einer so genannten Transporter-Offensive Fahrverbote in den Umweltzonen zu vermeiden.

Im Rahmen der Automechanika werde die Filternachrüstung derartiger Fahrzeuge praktisch vorgeführt. Bereits im vierten Quartal werde zudem eine internetgestützte Übersicht aller Nachrüstmöglichkeiten für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge bereit stehen. Fast 90 Prozent aller Handwerksbetriebe verfügten einer ZDH-Umfrage zufolge über mindestens ein Dieselfahrzeug bis 3,5 Tonnen. Für das Kfz-Gewerbe sei dies eine weitere Chance, die "neue grüne Kompetenz" zu zeigen.

Kfz-Betriebe leisten jetzt Rechtsdienste

Kfz-Betriebe dürfen ihren Kunden ab dem 1. Juli allgemeine Rechtsauskünfte in der Unfallschadenabwicklung geben. Morgen tritt nämlich das neue Rechtsdienstleistungsgesetz in Kraft. Damit würden Grauzonen beseitigt, die für Kfz-Betriebe bisher Fallstricke bei der Unfallschadenabwicklung darstellten, erklärte Ulrich Dilchert, Geschäftsführer im Deutschen Kfz-Gewerbe. Das neue Gesetz erleichtere auch die Unfallschadenabwicklung zwischen Werkstatt und Versicherung.

Rechtsdienstleistungen, die so genannte Nebenleistungen darstellen, seien für alle unternehmerisch tätigen Personen jetzt zulässig. Für die Kfz-Betriebe bedeute dies, dass der Kunde bei der Auftragsannahme für einen Unfallschaden über seine Rechte informiert werden dürfe. Bisher habe die Werkstatt bei einer Sicherungsabtretung den Kunden in Anspruch nehmen müssen, ehe sie gegen die zahlungspflichtige Versicherung vorgehen konnte. Künftig könne die Werkstatt unmittelbar an die Versicherung herantreten.

"Unsere Unternehmen wollen und werden nicht den Anwalt ersetzen," betonte Dilchert. Für das Kfz-Gewerbe sei es aber von großer Bedeutung, dass es ab dem 1. Juli Rechtssicherheit bei der Abwicklung der einfach gelagerten Sachschäden gäbe.

Lex specialis bei Verjährung

Der Verjährungsbeginn für Mängelansprüche aus einer Autoreparatur ist nicht auf den Jahresschluss oder die Kenntnis des Mangels, sondern auf den Zeitpunkt der Abnahme abzustellen. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Koblenz (Az. 5 U 906/07) hat jetzt das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe hingewiesen. Die Richter votierten nach einer so genannten Lex specialis. Dies heißt, dass die werkvertragliche Regelung gegenüber der allgemeinen Regelung vorrangig sei.

In dem Rechtsstreit ging es um die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Verjährungsfrist zu laufen beginnt. Während nach der allgemeinen Regelung des § 199 BGB für die regelmäßige Verjährung auf den Schluss des Jahres abzustellen sei, in dem der Anspruch entstanden ist und der Werkstattkunde unter anderem von den den Anspruch begründenden Umständen Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen, stellt die werkvertragliche Regelung des § 634 a BGB auf den Zeitpunkt der Abnahme des Werks ab.

Reisen mit dem "eigenen Haus"

Jetzt rollen sie wieder - die Caravangespanne auf den Fernstraßen. Die Reise mit dem "eigenen Haus" ist seit Jahren im Trend. Groß und Klein packen ihre Sachen, um die "schönsten Wochen des Jahres" in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Vor der großen Fahrt sollten Reisemobilisten einiges beachten: Reifen, Batterie, Beleuchtung, Bremsen, Flüssigkeitsstände sowie die Gültigkeit der Prüfplakette gehören zum Urlaubscheck im Kfz-Meisterbetrieb. Wichtig ist auch, dass Gepäck mit "Köpfchen" und nicht nach dem Zufallsprinzip zu laden.

Caravans und Wohnwagen werden oft nur wenige Wochen im Jahr bewegt. Das belastet insbesondere die Reifen: Sie altern deshalb schneller als beim Pkw, neigen eher zu Rissen und Druckverlust. Auch die Sonneneinstrahlung fördert den Reifenverschleiß. Auf Dauer zieht UV-Licht die Weichmacher aus den Reifen und es kommt zu Schäden, die nicht sofort zu erkennen sind. Der Reifen wird porös. Deshalb ist es besonders empfehlenswert, vor Beginn einer längeren Urlaubsreise die Bereifung durch einen Fachmann im Kfz-Meisterbetrieb überprüfen zu lassen. Unabhängig von der Laufleistung gilt: Selbst wenn ein Reifen noch funktionsfähig aussieht und er ausreichend Profil vorweist, ist nach sechs Jahren ein Reifenwechsel fällig.

Ebenso spielt das Gewicht von Wohnmobilen und Anhängern eine entscheidende Rolle, denn die Fahrstabilität ist nur dann gewährleistet, wenn Reisemobil-Urlauber sich strikt an die Gewichtsvorgaben der Hersteller halten. Wohnanhänger haben einen hohen Schwerpunkt. Beim Beladen ist deshalb darauf zu achten, schwere Gegenstände in Bodennähe im Bereich der Achsen zu verstauen. Wichtig ist das Sichern gegen Verrutschen. Um die Stabilität des Gespanns zu erhöhen, empfiehlt es sich, auch im Pkw Gepäck unterzubringen. Die Stützlast sollte dabei möglichst maximal ausgeschöpft werden. Denn ist sie zu niedrig oder wird das Heck des Pkw sogar ausgehoben, kann der Anhänger zum Schlingern neigen oder sogar ausbrechen. Aber auch hier hat die Beladung ihre Grenzen. Wer gleichzeitig den Reifendruck an das zusätzliche Gewicht anpasst, erhöht die Laufleistung seiner Reifen und verbraucht weniger Kraftstoff.

Während der Fahrt gilt: Passagiere dürfen sich im Caravan nicht aufhalten. Bei Reisemobilen ist es nur mit geeigneten Rückhaltesystemen gestattet, im "Wohnraum" mitzufahren. Zudem ist auf die Geschwindigkeit zu achten: Für Reisemobile bis 3,5 Tonnen sind außerorts maximal 100 km/h erlaubt, auf Autobahnen lautet die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Wenn Sie 3,5 Tonnen überschreiten, sind sie außerorts auf Tempo 80 und auf Autobahnen auf Tempo 100 beschränkt.

Landes- und Kammersieger ermittelt

Die besten 11 Kfz-Mechatroniker aus Sachsen ermittelten im fairen Wettstreit am Sonnabend, dem 14. Juni 2008, in Borsdorf im BTZ der Handwerkskammer zu Leipzig ihren Sieger.

Nach Abschluss der sieben Aufgaben stand am Nachmittag der Sieger fest: Mathias Kirsten, Ausbildungsbetrieb Berufsbildungsverein Leipzig e. V., erreichte mit 639 von 700 Punkten das beste Ergebnis und wurde als Landessieger und zugleich Sieger im Kammerbezirk Leipzig gekürt. Markus Kansy vom Ausbildungsbetrieb Klaus-Dieter Kansy in Pockau gewann in Chemnitz und Thomas Bräuer vom Ausbildungsbetrieb Auto-Garant Fahrzeughandel und -service GmbH in Zittau wurde Sieger in Dresden.

Bereits die Teilnahme am Wettbewerb war für alle ein Erfolg, die Ergebnisse jedes Einzelnen haben diesen bestätigt. Die Ausbildungsbetriebe können mit ihren Ausbildungsergebnissen zufrieden sein.

Mathias Kirsten vertritt am 22. November 2008 beim Bundesausscheid in Travemünde die Farben des Freistaates.



Zum Herunterladen: Pressemitteilung_2008_Ergebnis_Landesausscheid.pdf

Erste Klarheit im Steuerstreit

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt die Entscheidung von Union und SPD im Koalitionsausschuss, die Länder-Steuer ab 2010 auf den Bund zu übertragen. Nach monatelangem Streit seien damit die Weichen für eine Reform der Kraftfahrzeugsteuer gestellt, erklärte ein Verbandssprecher. Das Kfz-Gewerbe halte an seiner umweltpolitisch zielführenden Forderung fest, dass mit einer Steuerreform Kaufanreize für "grüne Autos" geschaffen werden müssten. Der Bund erhalte nun die Freiheit, die Besteuerung am CO2-Ausstoß auszurichten. Im Interesse der Förderung verbrauchs- und emissionsarmer Fahrzeuge müsse die CO2-basierte Kfz-Steuer so schnell wie möglich beschlossen werden.

Weniger CO2-Ausstoß sei im Übrigen gleichbedeutend mit weniger Verbrauch, hieß es weiter. Das Thema CO2 spiele bei der Kaufentscheidung eine immer größere Rolle. Die wirtschaftliche Sicherheit der Autofahrer sei wichtig, um den ohnehin durch Kaufkraftverlust aufgrund der aktuellen Spritpreise für Benzin und Diesel belasteten Automarkt zu beleben. Die Hängepartie bei der Reform der Kfz-Steuer und die wachsende Kaufzurückhaltung hatten den deutschen Automarkt, der gerade erste Erholungstendenzen gezeigt hatte, jüngst deutlich belastet. Der positive Trend im Auftragseingang hatte sich seit Monatsmitte Mai erheblich abgeschwächt, die Pkw-Neuzulassungen lagen im Mai mit rund 275.000 Einheiten rund sechs Prozent unter Vorjahresniveau.

Der zentrale Streitpunkt Pendlerpauschale bliebe indes ungelöst. Eine jährliche Erstattung im Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro fehle nach wie vor im Geldbeutel der Autofahrer.