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Werkstatttest: Auf dem richtigen Weg

Als eine "kundenorientierte Bestätigung der seit zwei Jahren laufenden Serviceoffensive" hat ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes das Ergebnis des jüngsten Werkstättentests des ADAC bezeichnet. Dass zwei von drei Betrieben mit "sehr gut" und "gut" bewertet worden seien, bestätige den richtigen Weg der Serviceoffensive. 15 weitere Betriebe mit der Bewertung "befriedigend" sowie die Schlusslichter seien "noch nicht am Ziel".

Die von den ADAC-Testern genannten Kritikpunkte, hieß es vom Kfz-Verband, korrespondierten mit den Eckpunkten der Serviceoffensive, die branchenübergreifend neben den umfangreichen Maßnahmen der Hersteller umgesetzt würden. Dies betreffe auch die Kritikpunkte der fehlenden Transparenz der Rechnung und der "klaren Wartungsbezeichnungen". Hier seien die Markenwerkstätten mehrheitlich auf die Software-Angebote der Hersteller angewiesen.

Abschließend hieß es, die Ergebnisse des Tests ermutigten die Kunden, auf einer Auftragsannahme am Fahrzeug mit der Erläuterung der voraussichtlichen Arbeiten zu bestehen. Die so genannte Direktannahme müsse in der Regel "Pflichtteil" der Serviceannahme sein.

Kfz-Gewerbe: Maut für neue Straßen

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe hat die hessische Initiative im Bundesrat begrüßt, eine "vollständige Zweckbindung der Lkw-Mauteinnahmen für Erhaltungsprojekte von Autobahnen und Bundesstraßen" zu erreichen. Einnahmen der Lkw-Maut, sagte ein Verbandssprecher, sollten vollständig in den Straßenneubau und die Substanzerhaltung fließen.

Der Güterverkehr auf der Straße werde allen Prognosen zufolge weiter zunehmen. Dies erfordere zusätzliche Investitionen vor allem in das Bundesfernstraßennetz. Bei einer Zweckbindung der Mauteinnahmen stünden die Mittel hierfür bereit. Zu begrüßen sei die vorgesehene Einteilung verbrauchsarmer und damit emissionsreduzierter Nutzfahrzeuge in günstigere Mautklassen.

In diesem Zusammenhang hieß es im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, die Bundesregierung sei dringend gefordert, die Fahrzeugklassen zwischen Pkw und zwölf Tonnen in eine Förderung für Diesel-Filter aufzunehmen. Die große Zahl der Transporter beispielsweise werde derzeit noch nicht unterstützt, obgleich sie häufig mit Pkw baugleich seien.

Vier Workshops der Nürnberger

Mit vier Workshops im Rahmen der Automechanika will der berufsständische Versicherer im Kraftfahrzeuggewerbe, die Nürnberger Gruppe, weitere Informationen zur so genannten EU-Vermittler-Richtlinie geben.

"Wie registriere ich mich bei der IHK?" ist Thema der Workshops auf der Sonderschau des Kraftfahrzeuggewerbes zur Automechanika in der Galleria zwischen den Hallen 8 und 9 auf dem Frankfurter Messegelände und des Informationsstandes zur Bundestagung am 15. September im Congress Center der Messe Frankfurt.

Die Termine der Workshops:

16.09.2008 von 11.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 15.00 Uhr,
17.09.2008 von 13.00 bis 14.00 Uhr und am
18.09.2008 von 13.00 bis 14.00 Uhr.

Kfz-Lehrlinge: Aus alt wird neu

Frankfurt. Wenn zur 20. Automechanika die automobile Servicewelt auf dem Frankfurter Messegelände zu Gast ist, haben Kfz-Lehrlinge eine besondere Aktivität geplant: Aus alt wird neu. Während der Messetage nämlich soll vom 16. bis 21. September ein betagter Golf in seine Einzelteile zerlegt, aufgearbeitet und restauriert sowie mit modernen Tuning-Teilen ausgestattet werden.

Auf dem Ausbildungsstand der gemeinnützigen Organisation "yourmove" auf dem Freigelände mit 1.000 Quadratmeter Fläche wird es auch eine Leistungsschau der Berufsweltmeisterschaften geben. Das "yourmove"-Projekt mit einem Golf II wird vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, dem ZKF, der Landesfachschule Frankfurt und mehreren Berufsschulen unterstützt.

Richtig versichert zur Oldtimer-Rallye

Oldtimer sind Liebhaber-Objekte. Wer sie noch lange hegen, pflegen, fahren und eventuell einmal ausstellen möchte, sollte sie auch versichern. Mit der neuen AutoVersicherung KlassikSchutz reagiert die Nürnberger als berufsständischer Partner des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes jetzt auf die wachsende Zahl historischer Fahrzeuge.

Die Fakten rechtfertigen das Engagement: 1997 wurden erstmals 13.500 Historienkennzeichen für Oldtimer mit einem Alter von mindestens 30 Jahren ausgegeben. Seither stieg diese Zahl der Oldtimer auf heute 160.470 Fahrzeuge an, so das Kraftfahrt-Bundesamt. Parallel zum Bestand steigt der Bedarf an Reparatur- und Serviceleistungen der Kfz-Meisterbetriebe. Das Servicegeschäft bekommt damit weitere wichtige Impulse.

Die Liebhaber-Objekte sind Werte, die gut geschützt sein wollen. Die neue Versicherung bietet für Fahrzeuge in zwei Kategorien - Oldtimer (mindestens 27 Jahre) oder Klassiker (mindestens 40 Jahre) - mit einen Marktwert bis 100.000 Euro, eigens auf diese Fahrzeuge abgestimmte Extras: Neben den übliche Leistungen versichert sie etwa Oldtimer-Rallyes und so genannten Gleichmäßigkeitsfahrten nach den Regeln der FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens). Auch Transport- und Havarieschäden sind EU-weit abgedeckt.

Ferien vorbei Auto checken

Technisch einwandfreie Motoren sparen Sprit

Bonn. Trotz hoher Kraftstoffpreise bleibt das Automobil auch im Urlaubssommer 2008 das beliebteste Reisemittel. Doch auf dieser Reise wird das Auto oft stark beansprucht. Eine hohe Zuladung belaste Reifen und Fahrwerk und führe zu Mehrverbrauch. Damit müsse nach dem Urlaub Schluss sein, sagten jetzt die Auto-Experten der Kfz-Innungen. Daher sollte man den Wagen jetzt gründlich in einem Kfz-Meisterbetrieb durchsehen lassen, den Kofferraum von Ballast befreien und den Dachträger abmontieren. Ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte dazu, nur ein technisch einwandfreier Motor biete optimalen Kraftstoffverbrauch.

Der erste Schritt des Nach-Urlaubs-Checks sei, den Wagen innen und außen gründlich zu reinigen. Schon an den kleinsten Lackschäden könne sich später Rost bilden. Unter den Fußmatten könne durch die hohe Luftfeuchtigkeit Nässe entstehen. Auch Luftfilter und Keilriemen seien nach Ansicht der Auto-Experten einen Kontrollblick wert. Vorausschauende Autofahrer ließen dabei gleich Zündung, Zündkerzen, Kontakte und Batterie durchsehen, denn gerade im Herbst komme es auf eine funktionierende Elektronik an.

Besonders wichtig sei der Blick auf die Reifen. Seien äußere Schäden zu sehen, müsse der Fachmann gefragt werden. Der richtige Luftdruck spare Sprit durch einen geringeren Rollwiderstand. Experten führen sogar mit etwas mehr Druck als vom Hersteller empfohlen. Auch das verringere den Kraftstoffverbrauch. Die Ölkontrolle sei eine Pflichtarbeit.

Ab heute gelten Euro 5 und 6

Am heutigen 31. Juli ist die Verordnung über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich der Emissionen in Kraft getreten. Dies hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbes mit dem Hinweis erklärt, dass nunmehr alle für den Werkstattbetrieb notwendigen Serviceinformationen allen Kfz-Meisterbetrieben "in vollem Umfang zur Verfügung" stehen müssen.

"Reach-Verordnung" nicht für Kfz-Betrieb

Kfz-Betriebe sind von der Chemikalienverordnung (Vorregiestierung) nicht betroffen. Darauf hat jetzt das Deutsche Kfz-Gewerbe hingewiesen, nachdem Mitgliedsbetriebe vermehrt Werbung und Infopost von Unternehmen erhalten hatten, die kostenpflichtige Leitfäden, Checklisten und Handbücher zu dieser so genannten Reach-Verordnung anbieten.

Die Chemikalienverordnung war am 1. Juni 2007 europaweit in Kraft getreten. Seit 1. Juni 2008 müssen Hersteller, die chemische Stoffe oder chemische Zubereitungen von mehr als einer Tonne herstellen oder importieren, diese melden.

Sollten später aufgrund der Verordnung auch Anforderungen auf das Kfz-Gewerbe zukommen, werde der Verband entsprechend informieren, hieß es weiter. Beachten müssten jedoch alle Kfz-Betriebe nach wie vor die Bestimmungen aus dem Sicherheitsdatenblatt. In diesem Sicherheitsdatenblatt sei der Verwendungszweck oder -bereich eines Produktes beschrieben. Weiche ein Kfz-Betrieb davon ab, so sei er von der Reach-Verordnung betroffen und damit meldepflichtig.

Nicht zu verwechseln sei die Chemikalienverordnung indes mit der Chemikalien-Klimaschutzverordnung, die am 1. August 2008 in Kraft trete. Aus letzterer ergäben sich für die Kfz-Meisterbetriebe sehr wohl neue wichtige Anforderungen und zwar für die Reparatur und Wartung von Klimaanlagen in Fahrzeugen. Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innungen erhielten Informationen hierzu unter (Link).

Kfz-Gewerbe für ADAC-Aktion

Hohe Kraftstoffpreise und leere Autofahrer-Kassen ärgern nicht nur zur Ferienzeit die Millionen Auto-Urlauber. Der tagtägliche Blick auf die Preistafeln an Deutschlands Tankstellen ist ein großes Ärgernis.

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe unterstützt daher die aktuelle Aktion des ADAC "Runter mit dem Spritpreis", die sich nicht nur an die rund 16 Millionen Mitglieder des Automobilclubs richtet.

An der Protestaktion, die in der Augustausgabe der "ADAC motorwelt" publiziert wird, können sich alle Autofahrer beteiligen. Briefpost nimmt der Club unter ADAC motorwelt, Stichwort "Benzinprotest", 81014 München, entgegen. Die E-Mail-Adresse lautet: benzinprotest@adac.de.

Kfz-Schule zieht Abschlussbilanz

Northeim/Calw. In diesen Tagen konnten 198 Studenten nach der erfolgreichen Prüfung zum "Betriebswirt im Kfz-Gewerbe" ins Berufsleben entlassen werden. Die Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe (BFC) mit Standorten in Northeim und Calw verabschiedete die jungen Unternehmer nach einer Studienzeit von zehn Monaten. Sieben Absolventen nahmen für ihre hervorragenden Leistungen Auszeichnungen entgegen.

Die BFC biete zukünftigen Fach- und Führungskräften markenübergreifend das nötige betriebswirtschaftliche Know-how, um den Herausforderungen des Automobilmarktes gewachsen zu sein, erklärte Birgit Behrens, Abteilungsleiterin Berufsbildung im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe mit Verweis auf den hohen Anspruch des Studiums. Ab diesem Jahr werde die Studienzeit auf elf Monate verlängert, um den zunehmenden Anforderungen gerecht zu werden. Dass es den Studenten nicht leicht gemacht werde, belege die Zahl derjenigen, die den Abschluss nicht geschafft hätten: Die Lehrgänge in Calw und Northeim starteten mit insgesamt 252 Studenten, die Prüfung haben letztendlich 198 Studenten bestanden (Vorjahr 254 / 220).

Wer den qualifizierten Abschluss erreiche, habe indes ein sicheres Standbein in der Branche, betonte Behrens weiter. Damit sei für viele Absolventen der BFC jedoch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Aus- und Weiterbildung erreicht. Nach der BFC stünden verkürzte Bachelor-Studiengänge im In- und Ausland zur Verfügung. In diesem Jahr würden 35 BFC-Prüflinge ein Studium an der Northwood University in Florida oder Michigan anschließen. Seit 1992 hätten sich damit insgesamt 250 Betriebswirte für ein Studium in den USA entschieden. An die Fachhochschule für Wirtschaft in Bergisch Gladbach gingen zehn Absolventen. Dies sei der erste Jahrgang dieser neuen Kooperation. Zukünftig werde auch hier jährlich mit rund 25 Studierenden gerechnet. Der Bachelor biete jedem die Chance zum Masterstudium und letztlich zur Promotion.