Fotolia-Bild #37836664

17. Fachtagung für Freie Werkstätten

Zum 17. Mal findet in Würzburg die Fachtagung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes für Freie Werkstätten statt. Am 25. Oktober 2008 werden im Vogel Convention Center Würzburg rund 300 Unternehmer und Führungskräfte aus dem Servicebereich erwartet. Die Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe sind Ausrichter der traditionellen Veranstaltung, die das bundesweite Forum für Servicebetriebe darstellt.

Die Auswirkungen der Euro 5 / Euro 6 Gesetzgebung auf die Praxis, die Zusammenarbeit von Herstellern und Freiem Markt, die Zukunft des freien Teilemarktes sowie die Themen Arbeitsschutz und Kundenbindung durch Service-Marketing stehen auf dem Programm. Parallel zu den Plenarvorträgen informieren eine begleitende Fachausstellung von Branchenpartnern, das Themenzelt "Smart Repair" und zwei Workshops mit den Titeln "Personalführung" und "Controlling Bilanz".

Die Veranstaltung wird mit Grußworten und Vorträgen von Wilhelm Hülsdonk, Vizepräsident und Bundesinnungsmeister des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Reinhard Ott, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Freie Werkstätten, und Ernst Haack, Geschäftsführer Vogel Auto Medien, eröffnet.

Chemie am Auto macht Schule

Ein neues Medienpaket bringt Schülern jetzt die "Chemie am Auto" näher. Dank zunehmenden Umweltanforderungen werden alternative Kraftstoffe immer attraktiver und neue Werkstoffe erobern den Autobau. Die neue Lehrmaterialmappe für die Klassen sieben bis zehn veranschaulicht komplizierte chemische Zusammenhänge anhand von Transparenten, Folien, Postern und einer CD-ROM. Jede Schule in Deutschland kann eine Mappe kostenlos über die Internetseite http://www.chemie-am-auto.de/.

Parallel ist das Medienpaket "Physik am Auto" jetzt in einer überarbeiteten und um zwei Kapitel erweiterten Auflage neu erschienen. Bereits im Jahr 2001 hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe in der "Nachwuchsförderungskampagne" eine Lehrmaterialmappe "Physik am Auto" für die Lehrkräfte der Sekundarstufe I herausgebracht, um die physikalischen Gesetze rund um das Auto transparent zu machen. Das Internetprogramm www.physik-am-auto.de informiert zusätzlich und bietet Downloads für den Unterricht.

Das Unterrichtsmaterial beider Mappen liefert Lehrkräften die nötigen Hintergrundinformationen und gibt ihnen Materialien an die Hand, mit denen sie das Thema im Unterricht erarbeiten können. Die Inhalte sind mit den entsprechenden Lehrplänen der einzelnen Bundesländer abgeglichen und wurden gemeinsam mit einem Lehrmittel-Verlag entwickelt.

Kfz-Gewerbe gibt die wichtigsten Antworten zur Feinstaubplakette

Rund zehn Millionen Diesel-Pkw sind betroffen - etwa 31 Millionen Benziner, 1,6 Millionen Transporter (bis 3,5 Tonnen), 75.000 Busse, cirka 4,2 Millionen Nutzfahrzeuge - für diese in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge gilt Plakettenpflicht. Mit den neuen elf Umweltzonen im Ruhrgebiet, in München und Frankfurt ist der Informationsbedarf zu den Feinstaubplaketten wieder angestiegen. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Welche Farben gibt es? Die Plaketten gibt es in grün, gelb und rot - je nach Schadstoffklasse des Fahrzeugs. Dabei gibt die Farbe Auskunft über die Einstufung des Fahrzeugs. Heute dürfen alle Autos mit einer Plaketten in die Umweltzonen einfahren. Nach aktuellen Plänen droht aber bereits ab 1. Januar 2009 ein Fahrverbot, so z. B. in Hannover.

Welche Plakette für welches Auto? Autos mit der Abgasnorm Euro 4 und besser erhalten eine grüne Plakette. Autos mit der Schadstoffgruppe 3 - Euro 3 - bekommen eine gelbe Plakette. Autos, die Schadstoffgruppe Euro 2 haben, bekommen eine rote Plakette. Ohne Plakette sind Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 - dazu gehören alte Dieselfahrzeuge mit Euro 1 und Benziner ohne geregelten Katalysator.

Wie erfolgt die Zuordnung? Die Zuordnung zu den Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 4 erfolgt nach der Emissionsschlüsselnummer, die in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. In den alten Fahrzeugscheinen sind sie im Feld "zu 1" (Fahrzeug und Aufbauart) zu finden. Relevant sind Ziffer 5 und 6. Sie ergeben die Emissionsschlüsselnummer. In den neuen Papieren steht die Nummer an der 3. und 4. Stelle des Feldes 14.1 (siehe Broschüre Fahrzeugschein und Schlüsselnummer).

Wie lange gilt die Plakette? Die Umweltplakette ist zeitlich nicht begrenzt. Allerdings wird es durch verschärfte Abgasnormen auch neue Grenzwerte für Schadstoffgruppen mit der entsprechenden Eingruppierung von Fahrzeugen geben können.

Was passiert ohne Plakette? In den neuen Umweltzonen bleibt es in einer ersten Phase meist bei Ermahnungen. In Berlin, Stuttgart, Hannover, etc. kosten Verstöße ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und 1 Punkt in der "Verkehrssünderkartei" in Flensburg.

Welche Ausnahmen gibt es? Oldtimer mit H-Kennzeichen sind befreit. Für Zwei- und Dreiräder braucht man keine Plakette. Es gibt aber Voraussetzungen: Quads und Trikes müssen als "Motorrad" oder "land- und forstwirtschaftliche Maschine" zugelassen sein. Mit einer Zulassung als Pkw brauchen auch sie eine Plakette. Schwerbehinderte mit einem Ausweis und eingetragenem Merkzeichen "aG", "H" oder "BI" dürfen ohne Plakette in die Umweltzone fahren. Anwohner von Umweltzonen sind nicht von der Plaketten-Pflicht befreit.

Lohnt der nachträgliche Einbau? Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter haben einen großen Wertverfall. Der Verkauf ist nahezu unmöglich. Bei Pkw und Pkw-baugleichen Transportern lohnt die Umrüstung auf jeden Fall. Das Kfz-Gewerbe plädiert aber auch für Ausnahmen in den Fällen, in denen es keine Filtersysteme zum nachträglichen Einbau gibt.

Wo bekomme ich Feinstaub-Plaketten? Die Plaketten bekommt man in allen Meisterbetrieben der Kfz-Innung, die die Anerkennung für die Abgasuntersuchung haben. Dies sind bundesweit etwa 32.000 Betriebe.

Kfz-Gewerbe half bei Ermittlungen

Esslingen/Bonn. Die Kriminalpolizei Esslingen konnte jetzt aufgrund eines Fahndungsaufrufes über das Deutsche Kfz-Gewerbe im September vier Tatverdächtige wegen Kfz-Betrugs festnehmen. Der Haupttäter wies sich mit einem gestohlenen Personalausweis aus und bekam somit in vielen Autohäusern ein Fahrzeug zu einer Probefahrt ausgehändigt, von der er nie zurückkehrte.

Der Firmeninhaber einer Autofirma in Heilbronn, der über die Fahndung informiert war, verständigte umgehend die Polizei, als der Täter sich mit dem gestohlenen Personalausweis, ausgestellt von der Stadt Lübben auf den Namen Thomas Giese, auswies, um mit einem seiner Fahrzeuge eine Probefahrt zu unternehmen.

Transporter-Offensive mit Lösungen für Fahrverbote

Rademacher plädiert für "Aktionspläne mit Augenmaß" - Kfz-Gewerbe: Bis zu einer Millionen Nachrüstungen mit Dieselfiltern - Datenbank bis Jahresende geplant - Innenstädte brauchen Transporter

Düsseldorf. Nach dem unverschuldeten Debakel durch fehlerhafte Rußpartikelfiltersysteme geht das Kraftfahrzeuggewerbe in die Offensive. Der nachträgliche Einbau derartiger Systeme in Pkw, Transporter und leichte Nutzfahrzeuge sei die technische Lösung, um Fahrverbote in innerstädtischen Umweltzonen zu umgehen. Dem jetzigen "Fahrplan der bundesweiten Umweltzonen" zufolge könnten bereits in 15 Monaten "rote Autos" ausgesperrt werden. Gleiches drohe mit regionalen Unterschieden für Fahrzeuge mit gelben Plaketten.

Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, sagte in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Otto Kentzler, dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, in Düsseldorf, die jetzt auch in Nordrhein-Westfalen gestartete Transporter-Offensive sei ein "in engem Schulterschluss mit Handwerk und Mittelstand" gestartetes Projekt.

Mit Blick auf die neuen Umweltzonen in Frankfurt, München und in neun Städten des Ruhrgebietes forderte Rademacher von den Kommunen "Ausnahmen mit Augenmaß". Hierbei müsse man vor allem auch die große Gruppe der so genannten Stehfahrzeuge berücksichtigen, die nur eine kurze Fahrtstrecke zum Kunden oder Auftragsort zurücklegten. Kunden müssten die Betriebe unverändert anfahren können. Rademacher wörtlich: "Umweltschutz mit Augenmaß muss die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die technischen Möglichkeiten gleichermaßen berücksichtigen". Runde Tische in den Kommunen mit allen Beteiligten und Betroffenen seien nach den fast zehnmonatigen Erfahrungen in den Umweltzonen in Berlin und Hannover unverzichtbar.

Durch die seit 1. Oktober eingerichteten weiteren elf und für 2009 insgesamt 17 angekündigten Umweltzonen sei das Kraftfahrzeuggewerbe "im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie" besonders gefordert. Man konzentriere sich mit dem neuen Projekt auf die Nachrüstung für Pkw und leichte Transporter bis 3,5 Tonnen. Für diese Fahrzeuggruppe werde der Markt bis Jahresende ein "etwa 80prozentiges Angebot von Filtersystemen" vorhalten. Bis Jahresende werde es eine internetgestützte Datenbank geben, in der Handwerker eine Übersicht über alle am Markt verfügbaren Möglichkeiten der Nachrüstung mit Dieselpartikelfiltern finden können.

Rademacher plädierte für "Luftreinhaltepläne mit Augenmaß", die auch die besondere Situation handwerklicher Unternehmen und deren Fuhrparks berücksichtigen. Nach Schätzungen des Kfz-Verbandes sei von den insgesamt etwa 1,6 Millionen Transportern derzeit die Hälfte den Abgasnormen Euro II und Euro I zuzuordnen. Dies sei die von Fahrverboten bedrohte Zielgruppe. Etwa 36 Prozent der Transporter könnten durch diesen nachträglichen Einbau mit Dieselfiltern zu "grünen Autos" der Abgasnorm Euro 4 werden.

Abschließend sagte der Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, man sei sich mit ZDH, den Umwelt- und Automobilverbänden einig, dass der Transporter für die Versorgung der Bevölkerung in den städtischen Gebieten eine zunehmend wichtige Position einnehme. Eine erfolgreiche Nachrüstung im Rahmen der Transporter-Offensive, mit der man im Kraftfahrzeuggewerbe auch eine Modernisierung des Fahrzeugbestandes initiieren wolle, könne Zeichen setzen für das Geschäft im "schweren Lkw-Bereich".

Hier könne man theoretisch bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge mit einer durchschnittlichen Auftragsgröße "um 6.000 Euro" nachrüsten. Daher schaue die Branche mit Erwartungen auf die möglich Entscheidung des Bundesrates zur ökologisch definierten Mautspreizung, die eigentlich für den 10. Oktober vorgesehen war.

Für die Transporter gehe man davon aus, dass die Kosten der Umrüstung mit einem Rußpartikelfiltersystem für die Pkw-baugleichen Fahrzeuge auf "dem bekannten Niveau um 600 bis 700 Euro" lägen, in Einzelfällen auch darüber.

VERBANDS-NACHRICHTEN

Lichttest 2008

Wir sind im Fernsehen

V-Männer aufgepasst!

Rechtsschutz

Zwei-Gleisig

AU-Mängelstatistik 2007

Ausweispflicht

"Das neue Abfallrecht 2007" - Wissenswertes für den Kfz-Betrieb

Datenzugang

Stundenlöhne und Verrechnungssätze - Betriebsvergleich 2007

Kontenrahmen für den Kfz-Betrieb 2009

Dienstwagenbesteuerung

Private Nutzung von Dienstwagen

Ruß und Steuerbefreiung weg!

Blaumann und Robe (Teil 2)

Formalien einer Kündigung - Welche Vorgaben erfüllt sein müssen

Betriebsübergang - Übernahme einzelner Betriebsmittel und Mitarbeiter

BAG-Urteil zur Kündigung von leistungsschwachen Arbeitnehmern

Gericht fordert klare Regeln in Arbeitsverträgen

Lackschaden: Kein Rücktritt vom Neuwagenkauf möglich

Gebrauchtwagenhandel

Kein Wertersatz bei Ersatzlieferung

Rücktritt vom Gebrauchtwagenkaufvertrag

Inzahlungnahme wird bei Rücktritt ungültig

Wann ist eine Nachbesserung fehlgeschlagen?

Investition in Bildung - Ausbildungsbonus für "Altbewerber" verabschiedet

Mathias Kirsten ist der Sieger des Jahres 2008

Gold für Wolfgang Seifert

Fahrzeugbestand in Sachsen

Gesundheitsfonds schwächt Wirtschaft

Wissensvorsprung


Zum Herunterladen: osten-sachsen.pdf

Seit 1. Oktober im Fernsehen

Das Wetter im Ersten sendet um viertel vor acht zum ersten Mal den neuen Werbe-Spot für die Meisterbetriebe der Kfz-Innungen in Deutschland. DSF Motor - das Automagazin - ist dann um etwa zwanzig vor neun dran. Die starke Stimme aus dem Siebten Sinn, Egon Hoegen, verspricht den Autofahrern höchste Qualität in den Meisterbetrieben mit dem Zeichen des Deutschen Kfz-Gewerbes. Insgesamt werden rund 100 TV-Spots im Oktober und November ein Marketing-Konzept starten.

Ab heute im Fernsehen

DSF Motor - das Automagazin - ist dann um etwa zwanzig vor neun dran. Die starke Stimme aus dem Siebten Sinn, Egon Hoegen, verspricht den Autofahrern höchste Qualität in den Meisterbetrieben mit dem Zeichen des Deutschen Kfz-Gewerbes. Insgesamt werden rund 100 TV-Spots im Oktober und November ein Marketing-Konzept starten.

Gold und Silber bei EuroSkills

Bonn/Rotterdam. Der Deutsche Nachwuchs hat bei der Berufsolympiade in den Niederlanden überzeugt. Bei der ersten europäischen Berufs-Meisterschaft in Rotterdam gewann der 24-jährige Zweiradmechaniker Dominique Rommerskirchen aus Ehrenkirchen im Breisgau eine Gold-Medaille. Andreas Nitschmann (22), Kfz-Mechatroniker aus Erftstadt, errang Silber.

Die deutschen Erfolge bei der europäischen Berufsolympiade seien Ausdruck der qualitativ hochwertigen Ausbildung, erklärte Birgit Behrens vom Deutschen Kfz-Gewerbe. Die Geschäftsführerin der Abteilung Berufsbildung erhofft sich von EuroSkills eine stärkere Aufwertung und Wahrnehmung der Kfz-technischen Ausbildungsberufe im europäischen Raum sowie einen Ansporn für viele gute Auszubildende, sich in solchen Wettbewerben zu messen. Bei der 1. EuroSkills 2008 beteiligten sich rund 400 Auszubildende und junge Berufseinsteiger aus 30 Ländern in 49 Wettbewerbsdisziplinen. Die europäische Berufsolympiade soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Ausnahme für Oldtimer

Für eine Ausnahme von den zweijährigen Intervallen der Hauptuntersuchung für Oldtimer hat sich das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe ausgesprochen. Im Rahmen einer Diskussion während der Automechanika hieß es, eine Verlängerung für Oldtimer mit H-Kennzeichen auf fünf Jahre sei sinnvoll.

Das Kfz-Gewerbe unterstütze die parlamentarische Initiative der FDP-Fraktion als einen Beitrag im gesamten Bürokratieabbau. Bekanntlich würden diese Oldtimer bei Veranstaltungen und Rallyes genutzt, bei denen in der Regel eine technische Prüfung erfolge. Die Verkehrssicherheit leide demzufolge nicht. Vom Kfz-Verband hieß es ferner, die derzeit bekannten nationalen Regelungen in anderen Ländern seien weitgehender als die aktuelle deutsche Initiative.