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Zehn Jahre und ein "Junior Award"

Der Beruf Automobilkaufmann wird zehn Jahre alt. Heute erlernen nahezu 11.000 junge Menschen den im Jahr 1998 staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Grund genug für das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, am 15. November 2008 im Autohaus Schmid in Jülich die Erfolgsgeschichte zu feiern. Erstmals wird dort auch der "Junior Award" vergeben. Dieser Preis, gesponsert durch den Arbeitskreis Banken, zeichnet die drei besten Auszubildenden 2008 im Beruf Automobilkaufmann für ihre Leistungen aus.

Auf der Veranstaltung werden Auszubildende und Lehrer der ersten Stunde den Blick zurück wagen. Neue Arbeitsgebiete im Vertrieb von Automobilen - wie Finanzierung, Leasing, Flotten-Management, Versicherungs- und Garantieleistungen - hatten seinerzeit einen speziell zugeschnittenen kaufmännischen Beruf für das Kraftfahrzeuggewerbe gefordert. Gesprächsrunden werden über die Themen "Das Berufsbild gestern und heute" sowie "Das Berufsbild aus Sicht der Praktiker" informieren. Als Redner werden neben Birgit Behrens, Geschäftsführerin der Abteilung Berufsbildung, Ernst-Robert Nouvertné, Präsident des Landesverbandes NRW, sowie Dieter Berens als "Vater des Berufes" auftreten.

<span style=\'color:#E72817\'>ACHTUNG Abzocke!</span>

Nepper, Schlepper, Bauernfänger - Warnung vor Yellowpage.ag

Zum Herunterladen: Abzocke.pdf

<span style=\'color:#26509F\'>Mitgliederversammlung</span>

Termin: 04.12.2008

Zeit: 16.00 Uhr

Ort: Handwerkskammer Chemnitz (Technologiegebäude)

Themen:

- Satzungsänderung

- Was wird mit GVO?
Referent: GF Landesverband Hr. Ulrich Große

- Was bringt uns ÜLO?
Referent: Hr. Uwe Sturzbecher

- Arbeitssicherheit
Referent: Hr. Tilo Hofmann

Kfz-Gewerbe fordert Hilfen von Herstellern und Politik

Autohandel verspürt starken Kosten- und Preisdruck - "Internationales Votum" für eine neue GVO - Händlerkongress für neues Geschäftsmodell - Autohäuser wollen eine gerechtere Risikoverteilung

Frankfurt. In einer sich verschärfenden Lage für den deutschen Automobilhandel hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe Hilfen und rasche Entscheidungen von Politik und Herstellern gleichermaßen gefordert. Die knapp 20.000 Handelsunternehmen könnten keine konjunkturelle Entwarnung geben, denn die Verbraucher hielten sich beim Autokauf merklich zurück. Ulrich Fromme, Vizepräsident und Sprecher der Fabrikatsverbände im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, sagte vor Journalisten in Frankfurt im Vorfeld des ersten Fabrikatshändlerkongresses, sowohl die seit langem ausstehenden politischen Entscheidungen, zum Beispiel zur CO2-basierten Kfz-Steuer oder zur aktuell diskutierten Förderung umweltfreundlicher Autos, als auch eine neue Definition des Geschäftsmodells zwischen Hersteller und Handel könnten wesentlich zum Weg aus schwierigen Lage beitragen.

Der Kongress mit rund 700 Automobilhändlern aus nahezu allen europäischen Ländern und den USA werde sich neben der aktuellen Entwicklung durch die Finanzmarktkrise unter anderem mit den Themen Gruppenfreistellungsverordnung, Arbeitsmarkt Automobilhandel und Vertriebsbindungen der Zukunft beschäftigen. Ziel des Kongresses sei es auch, die Position des Automobilhandels in die Öffentlichkeit zu tragen.

Fromme sagte, die Zukunft des Automobilhandels in Deutschland bedürfe mittelfristiger Konzepte und keiner bloßen Ad-hoc-Strategien aufgrund der schwierigen Marktsituation. Die Branche sei aber trotz der aktuellen Herausforderungen und Verwerfungen selbstbewusst genug, ihre perspektivischen Chancen an der Nahtstelle zwischen Produzent und Konsument zu nutzen. Dies bedinge eine neue Art von Geschäftsmodell in der Vertragspartnerschaft mit Herstellern, denn etwa beim Thema Leasing zeige sich exemplarisch, dass die Risikoverteilung einseitig zu Lasten des Handels gehe.

Gleiches sei beispielsweise festzustellen bei Bauinvestitionen sowie Kosten für Standards und Schulungen. Im Besonderen gelte in der aktuellen Phase, dass "wir in den Familien der Marken" auch über neue Zahlungsziele und Konditionen sprechen müssten, wenn Hersteller-initiierte Verkaufsaktionen umzusetzen seien. Die Phasen der starken preisorientierten Marketingprojekte müssten vorbei sein, denn "wir im Handel haben dadurch kein Geld verdient, sondern oft genug zugesetzt".

"Gut zwei Monate vor Jahresabschluss" werde es immer schwieriger, die ohnehin nicht euphorische Prognose von 3,15 bis 3,2 Millionen Neuzulassungen zu erreichen. Ein Unterschreiten dieser Erwartung könne man nicht mehr ausschließen. Die Unwägbarkeiten des Marktes seien zu groß.

Die nach dem Rettungspaket für die Banken auch für den Automobilhandel in Deutschland wichtigen Maßnahmen durch politische Entscheidungen gehörten schnell umgesetzt. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, sagte Fromme, begrüße die Ankündigung der Bundeskanzlerin, umweltfreundliche Fahrzeuge fördern zu wollen. Dies schließe nach dem Verständnis des Handels aber auch gebrauchte Pkw ein, die die zu definierenden Umweltstandards erfüllten. Fromme verwies darauf, dass nahezu 40 Prozent der gebrauchten Pkw im Markenhandel bis zwei Jahre alt sind.

Mit Blick auf Europa ergänzte Fromme, andere wichtige Automärkte, zum Beispiel Italien, Spanien und Frankreich, profitierten von stützenden staatlichen Maßnahmen. Eine Modernisierung des in Deutschland überalterten Fahrzeugbestandes sei auch wichtig, um die Umweltziele zu erreichen. Der Privatkonsum im Automarkt brauche finanzielle Anreize für die Modernisierung.

Als positives Beispiel könne aber - bei einem EU-Durchschnitt im Zeitraum Januar - September 2008 von minus 4,5 Prozent - nur Frankreich mit einem Plus von 3,4 Prozent herhalten. Italien mit minus 11,3 Prozent und Spanien mit minus 22,0 Prozent seien im Gegenteil Beispiele dafür, dass solche direkten staatlichen Förderungsprogramme höchst fragwürdig seien. Dieselben sorgten für ein Strohfeuer mit einem vermutlich hohem Mitnahmegrad und für ein "Loch" nach dem Termin der Förderung.

Der Kfz-Verband schätze die Zielgruppe eines Förderprogramms auf rund zwei Millionen Autofahrer, denn nach einer vom ZDK in Auftrag gegebenen forsa-Studie hätten in diesem Jahr 14 Prozent der Autokäufer aus Kostengründen den Kauf verschoben. Fromme: "Kfz-Steuerreform und Umweltanreize sind ein attraktives Konjunkturprogramm".

Abschließend ging Fromme auf die Forderung des deutschen und europäischen Kfz-Gewerbes für eine neue Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) ein. Eine Kfz-spezifische GVO sei nach Auslaufen der derzeitigen GVO 1400/2002 am 31. Mai 2010 zwingend notwendig. Nur dadurch könne das bestehende Machtungleichgewicht zwischen Automobilherstellern und -händlern bzw. -werkstätten zumindest teilweise kompensiert werden und die Aufrechterhaltung des Wettbewerbs auf den Vertriebs- und Servicemärkte zu Gunsten der Verbraucher gewährleistet werden.

Autohandel will keine Verschrottungsprämie

Frankfurt. In der anhaltenden Diskussion über Subventionen für die Automobilindustrie hat der Automobilhandel sich gegen eine Verschrottungsprämie ausgesprochen. Ulrich Fromme, Sprecher der Fabrikatsverbände und Vizepräsident im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, sagte zum Auftakt des zweitägigen internationalen Händlerkongresses, eine derartige Maßnahme wirke lediglich kurzfristig mit "überhitzen Konjunkturzyklen" und ungewollten Mitnahmeeffekten.

Der Handel brauche langfristig wirkende Maßnahmen, die zur finanziellen Entlastung der Käufer beitrügen. Eine Kfz-Steuerreform sei ein derartiges Instrument, um beispielsweise junge und verbrauchsarme Fahrzeuge zu fördern. Der Handel wolle dies aber auf neue und gebrauchte Fahrzeuge ausdehnen, die den umweltpolitischen Vorgaben entsprächen. Eine reine Neuwagenförderung helfe dem standortgebundenen Handel nur bedingt, sagte Fromme.

Informationsveranstaltung "Vertriebsrecht Autohaus"

am 05. November 2008
9.00 bis 14.00 Uhr
in der IHK Chemnitz

Zum Herunterladen: Programm.pdf

Bundesbildungspreis für Ausbildungsarbeit

Der Wettbewerb der besten Ausbildungsbetriebe im Kfz-Gewerbe geht in die nächste Runde. Wie das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe jetzt mitteilte, sind wieder alle Kfz-Betriebe, die sich vorbildlich für den Nachwuchs einsetzen, aufgerufen, den Wettbewerb um den Bundesbildungspreis 2009 anzutreten. Der Branchenverband schreibt den Preis als Teil seiner Nachwuchsförderungskampagne bereits zum vierten Mal aus. Erstmals belohnt ein Sonderpreis auch Kfz-Innungen und Berufsschulen, die erfolgreich Hand in Hand arbeiten.

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe verleiht den Preis gemeinsam mit der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und den Ausbildungsjournalen »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN« aus dem Würzburger Vogel-Verlag. Gefragt sind etwa Projekten, die die Auszubildenden fördern und an den Betrieb binden, Konzepte, die die Auswahl von Praktikanten erleichtern, oder gemeinsame Maßnahmen mit Berufsschullehrern und überbetrieblichen Ausbildern. Nicht nur eine qualifizierte Ausbildung in Kfz-Betrieben ist indes für den Nachwuchs wichtig, sondern auch eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Kfz-Innung und dem dualen Partner Berufsschule, der die Ausbildung in der Branche entscheidend mit trägt. Daher zeichnet der Sonderpreis 2009 ein besonders erfolgreiches Miteinander zwischen Kfz-Innung und Berufsschule als Best-Practice-Beispiel aus.

Kfz-Betriebe, Innungen und Berufsschulen können sich unter www.autoberufe.de und www.kfz-betrieb.de die Bewerbungsunterlagen herunterladen und bis zum 9. Februar 2009 einsenden. Die Sieger können sich auf Preisgelder und eine feierliche Preisverleihung anlässlich des 7. Bundes-Berufsbildungs-Kongresses des Deutschen Kfz-Gewerbes freuen, der am 15. und 16. Mai 2009 in Bad Wildungen zum siebten Mal stattfinden wird.

Zeitumstellung auf Winterzeit

Am 26. Oktober 2008 ist es wieder soweit: Die Uhr wird von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist also eine Stunde länger. Morgens wird es jetzt wieder früher hell aber dafür abends auch schneller dunkel. Wer bislang am Abend noch im Hellen mit dem Auto auf dem Heimweg war, wird jetzt wegen der Zeitumstellung Licht einschalten müssen.

Eine intakte und richtig eingestellte Lichtanlage ist daher in den Wintermonaten noch wichtiger als im Sommer. Wer auf Nummer sicher fahren will, sollte noch bis zum 31. Oktober am kostenlosen Licht-Test teilnehmen und die Lichtanlage in den Meisterbetrieben der Kfz-Innungen überprüfen lassen.

Vor dem Skiurlaub Reifen wechseln

Vor der Fahrt in den Skiurlaub sollten Österreich-Reisende den Reifenwechsel nicht vergessen. Ab 1. November dürfen Autofahrer nämlich das Alpenland auf schneebedeckten und vereisten Fahrbahnen nur mit Winterreifen bereisen. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 35 Euro. Wer bei entsprechender Witterung durch Sommerreifen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, der muss mit bis zu 5000 Euro Geldbuße rechnen. Auf diese bis 15. April geltende Pflicht für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen haben jetzt die Reifen-Experten des Kfz-Gewerbes hingewiesen. Die Neuregelung ist am 1. Januar eingeführt worden.

Die Experten wiesen außerdem darauf hin, dass für Winterreifen in Österreich eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern (bei Radialreifen, bei Diagonalreifen fünf Millimeter) gilt. In Deutschland genügen laut Gesetz 1,6 Millimeter, auch wenn die Reifen-Experten für Winterreifen mindestens vier Millimeter empfehlen. Alternativ können in Österreich Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern aufgezogen werden, aber nur dann, wenn die Fahrbahn mit einer zusammenhängenden Schnee- oder Eisschicht bedeckt ist. Bereits seit der Wintersaison 2006 besteht bei unserem Nachbarn für Lastwagen, Sattelfahrzeuge sowie Busse mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sowie schwere Wohnmobile mit Lkw-Zulassung eine Winterreifen- und Schneeketten-Mitführpflicht während der Wintersaison.

Plattform für die Automobilwirtschaft

Zwei Großveranstaltungen mit gemeinsam rund 1.000 Teilnehmern bieten vom 23. bis 25. Oktober eine Plattform für die Automobilwirtschaft. Die Fachgruppe der Fabrikatsvereinigungen des Deutschen Kfz-Gewerbes erwartet am 23. und 24. Oktober 700 Teilnehmer aus dem In- und Ausland zum ersten Händlerkongress im Congress Center Frankfurt. Ein bundesweites Forum für Servicebetriebe bietet dazu die 17. Fachtagung für Freie Werkstätten. Diese traditionelle Veranstaltung wird ausgerichtet vom Deutschen Kfz-Gewerbe und der offiziellen Verbandszeitschrift »kfz-betrieb« und findet am 25. Oktober im Vogel Convention Center Würzburg statt.

Der Fabrikatshändlerkongress sei, gerade vor dem Hintergrund der schwierigen Marktsituation in Deutschland und angesichts des Auslaufens der Kfz-GVO 1400/2002 im Jahr 2010 wichtig und notwendig, damit die fabrikatsgebundenen Händler in Deutschland eine Standortbestimmung vornehmen, Zukunftsperspektiven erarbeiten, aber auch ihre Wünsche, Erwartungen und Forderungen sowohl an die Politik als auch an die Automobilhersteller und -importeure formulieren, so Ulrich Fromme, Vizepräsident des Kfz-Gewerbes.

Inhaltliche Schwerpunkte des Kongresses sind unter anderem die wirtschaftlichen Anforderungen für einen erfolgreichen Automobilvertrieb sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Vertrieb und Service ab 2010. Das Programm mit Top-Referenten richtet den Blick aber nicht nur auf den deutschen Automobilmarkt. Es wird auch über die Grenzen, zum Beispiel in die USA, nach Italien, nach Österreich und natürlich nach Brüssel zur EU-Kommission geschaut. Um den zentralen ZDK-Kongress herum führen Fabrikatsverbände deshalb zusätzlich europäische sowie nationale Versammlungen durch.

Die Fachtagung für Freie Werkstätten erwartet rund 300 Unternehmer und Führungskräfte aus dem Servicebereich und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Euro 5 und Euro 6 Gesetzgebung auf die Praxis sowie mit der Zusammenarbeit von Herstellern und Freiem Markt. Themen zum Arbeitsschutz und Kundenbindung durch Service-Marketing stehen ebenfalls auf der Agenda.