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Gute Bilanz durch Direktannahme

Die positive Entwicklung der Schiedsstellen-Bilanz für das Jahr 2008 hat einen wichtigen Grund: Die Direktannahme. Der Reparaturauftrag direkt am Auto sowie die Erläuterung der Rechnung am Fahrzeug haben die in der Vergangenheit häufigen Missverständnisse verhindert, sagte jetzt ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Der Beschwerdegrund "Rechnung zu hoch" sei um knapp 20 Prozent auf 2.903 Fälle gesunken. Dieser überdurchschnittliche Rückgang könne perspektivisch noch weiter verbessert werden.

Im Rahmen der Serviceoffensive, die mit dem PR-Partner Fuchs Europe Schmierstoffe nunmehr im dritten Jahr laufe, wolle man die Themen Direktannahme und Schiedsstelle optimaler positionieren. Dazu zähle unter Anderem, die jungen Kunden über die Möglichkeiten zu informieren, die die Schiedsstelle als langjähriges und bewährtes Gremium im Sinne des Verbraucherschutzes bieten.

Positive Bilanz für Kfz-Schiedsstellen

Die Kfz-Schiedsstellen hatten im vergangenen Jahr deutlich weniger Arbeit. Die Zahl der Anträge von Werkstattkunden und Gebrauchtwagenkäufern auf ein Schiedsverfahren ging um 16 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent) auf ein Rekordtief von 11.700 Anträgen zurück. Die meisten Fälle (86 Prozent) wurden bereits im Vorverfahren gütlich geregelt. Vier von fünf Beschwerden, die vor die Schiedskommission kamen, wurden zugunsten des Kunden oder durch Vergleich entschieden. Die Bilanz belege erneut, dass der Einsatz der rund 130 Schiedsstellen des Kfz-Gewerbes für den Verbraucherschutz unverzichtbar sei, resümierte Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kfz-Gewerbes. Dem Verbraucher stehe in jedem Fall der Rechtsweg offen.

Die Jahresbilanz 2008 der Schiedsstellen im Kfz-Handwerk bestätige einmal mehr die hohe Arbeitsqualität in den Kfz-Meisterbetrieben. Mit 8.832 Anträgen (Vorjahr 10.990) auf ein Schiedsverfahren bei insgesamt 72,5 Millionen Serviceaufträgen sei die Zahl der Beschwerden verschwindend gering. Davon gelangten 1.440 Anträge (Vorjahr 1.637) vor die Kommission. Bei 709 Vorgängen (Vorjahr 992) kam es zum Vergleich und in 235 Fällen (Vorjahr 200) bekam der Kunde im vollen Umfang Recht. Deutlich gesunken sei bei den Beweggründen die Rechnungshöhe: In 2.903 Fällen (Vorjahr 3.618) beanstandeten Kunden den vermeintlich zu hohen Rechnungsbetrag. Weitere Gründe waren "nicht in Auftrag gegebene Arbeiten" in 1.889 Fällen (Vorjahr 2.351) und "unsachgemäße Arbeit" in 2.774 Fällen (Vorjahr 2.971).

Auch die Gebrauchtwagen-Schiedsstellen seien ihrem Auftrag als neutrale Schlichter gerecht geworden: 2.868 (Vorjahr 2.954) Gebrauchtwagenkäufer reichten einen Antrag bei der Schiedsstelle ein. Als Hauptgrund nannten sie laut Koblitz in 1.623 Fällen "technische Mängel" (Vorjahr 1.622). Bei 441 Anträgen (Vorjahr 226) führten die Kunden "Unfallschaden" und in 95 Fällen (Vorjahr 51) eine "falsche Gesamtlaufleistung" an. Der anhaltende Rückgang der Anträge belege bei insgesamt rund 3,4 Millionen verkauften gebrauchten Pkw im Jahr 2008 die Qualität der Produkte im automobilen Fachhandel.

Das Wissen um die Schiedsstellen lasse indes noch zu wünschen übrig, betonte Koblitz weiter. Nur jeder zweite Fahrzeughalter habe laut DAT-Report von den Kfz-Schiedsstellen des Handwerks gehört. Noch weniger bekannt seien die Gremien des Handels. Nur 33 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer des Jahres 2008 wüssten von diesen Schiedsstellen. Die eigens eingerichtete Domain www.kfz-schiedsstellen.de liste alle Kfz-Schiedsstellen auf und informiere über deren Arbeitsweise. Die Schiedsstellen regelten Meinungsverschiedenheiten zwischen Autokunden und Kfz-Meisterbetrieben schnell, unbürokratisch, mit hohem Sachverstand und für den Autofahrer kostenlos. Voraussetzung sei allerdings, dass der Betrieb, gegen den sich die Beschwerde richte, Mitglied in der Kfz-Innung sei. Auf unverändert hohem Niveau liege der Anteil der abgewiesenen Kundenbeschwerden (12,6 Prozent), weil keine Mitgliedschaft bestehe.

Neuwagen weiter auf Überholspur

Zuwächse von nahezu 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat halten das Geschäft mit neuen Pkw auf hohem Niveau. "Dank Umweltprämie bleibt der Markt für neue Autos auf der Überholspur," sagte heute Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes mit dem ergänzenden Hinweis auf einen deutlich geringeren Auftragseingang (plus 18 Prozent, Vormonat: plus 92 Prozent). 379.600 Pkw seien im April erstmals zugelassen worden.

Kumulativ sei der Auftragseingang mit leicht über 40 Prozent über Vorjahresniveau derart ermutigend, dass man bei der Jahresprognose für 2009 inzwischen von einem Gesamtmarkt von über 3,2 Millionen Neuzulassungen ausgehe. Ursprünglich habe man den Markt unter drei Millionen eingeschätzt.

Die insgesamt ermutigende Bilanz zeige aber auch erste Dämpfer, denn der Boom der Jahreswagen sei offensichtlich bereits vorüber. Der KBA-Statistik zufolge gingen die Besitzumschreibungen im Segment der bis zu zwölf Monate alten Pkw um 26 Prozent zurück. Es überrasche nicht, dass der Gebrauchtwagenmarkt insgesamt im April ins Minus gerutscht sei. Kumulativ gebe es noch ein leichtes Plus.

Außergerichtliche Schlichtung im Kfz-Gewerbe

An die Schiedsstellen der sächsischen Innungen des Kfz-Gewerbes wurden im vergangenen Jahr insgesamt 611 (Vorjahr 577) Beanstandungen von Kunden angezeigt. Davon betrafen 142 (Vorjahr 147) den Gebrauchtwagenhandel und 469 (Vorjahr 430) Werkstattleistungen.

457 Beanstandungen (Vorjahr 459) wurden im Vorverfahren erledigt. Der Antrag musste 321-mal (Vorjahr 322) abgewiesen werden, weil der betroffene Betrieb kein "Meisterbetrieb der Kfz-Innung" war bzw. zum Meisterschild nicht das Zusatzzeichen "Gebrauchtwagen mit Qualität und Sicherheit" führte.

In 67 Fällen wurde das Verfahren durch einen Vergleich beendet und in 46 Fällen wurde zugunsten der Antragsteller durch den Spruch der Schiedskommission entschieden. Am häufigsten wurden nicht behobene Fehler bei Werkstattaufträgen und technische Mängel an den Gebrauchtwagen beanstandet.

Die Adressen Schiedsstellen für das Kfz-Gewerbe in den örtlich zuständigen Kfz-Innungen finden Sie im Internet unter www.kfzschiedsstelle.de und www.kfz-sachsen.de.

Zum Herunterladen: Pressemitteilung2009.pdf

ProMotor 4/2009

Kfz-Meister lagern
die Reifen auch ein

Gute Noten für
Kfz-Meisterbetriebe

Tiefensee ist Schirmherr

Lkw-Rußfilter: Jetzt
Geld vom Staat sichern

Kfz-Betriebe rufen
die "Girls ans Auto"

Richtige Reifen
für jede Saison

Nach "Väterchen Frost"
kommt die Frühjahrskur

Zur Person

Pressetermine

Zum Herunterladen: ProMo0409.pdf

Prämie: Noch ein Formular

Es gibt ein weiteres Formular zur Umweltprämie. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat in einer Presseinformation mitgeteilt, dass zu den seit 16. April verschickten Reservierungsbescheiden ein so genanntes Verwendungsnachweisformular mit gesandt wird, auf dem auch Korrekturen von Schreibfehlern im Online-Antrag erfolgen könnten.

Ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte heute ergänzend, die Nachweisunterlagen sollten auf jeden Fall erst nach dem Erhalt des Reservierungsbescheides zum Bafa geschickt werden. Vorerst nämlich würden für 120.000 Anträge die Reservierungsbescheide verschickt.

Bescheide für die verbleibenden derzeit rund 630.000 Reservierungsanträge für die Umweltprämie könnten durch das Bundesamt erst dann versendet werden, wenn das Gesetzgebungsverfahren für die 3,5 Milliarden Euro, mit denen der Prämientopf bekanntlich aufgestockt worden sei, abgeschlossen sei.

Datenbank für Partikelfilter online

VCD und ZDK: Jetzt nachrüsten!

Berlin/Bonn. Feinstaub aus Dieselruß gefährdet die Gesundheit und ist besonders in Ballungsgebieten ein ernsthaftes Problem. Daher richten immer mehr Städte Umweltzonen ein, die von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß nicht mehr befahren werden dürfen. Wer seinen Diesel mit einem Partikelfilter nachrüstet, kann den Feinstaubausstoß erheblich senken und so die Umweltzonen meist problemlos befahren. Um Dieselfahrern die Suche nach einem passenden Filter zu erleichtern, stellen der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) jetzt unter der Internetadresse www.partikelfilter-nachruesten.de eine Datenbank zur Verfügung, die einen Überblick über erhältliche Nachrüstfiltersysteme bietet.

Nach Eingabe des Fahrzeugmodells und weiterer Fahrzeugangaben listet das Online-Portal eine Auswahl von passenden Nachrüstfiltern verschiedener Hersteller auf - sowohl für Pkw als auch für Transporter. Die Internetdatenbank ist herstellerneutral und wird direkt von den jeweiligen Anbietern der Nachrüstfilter aktualisiert. In die Liste aufgenommen werden jedoch nur Partikelfilter, die nachweislich funktionieren, betonen VCD und ZDK.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: "Wer seinen Diesel nachrüstet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und für mehr Lebensqualität in den Städten. Aber auch das Klima profitiert davon, da Dieselruß nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen klimawirksam ist."

Der Einbau von Partikelfiltern lohne sich auch finanziell: Noch bis Ende 2009 gewähre der Staat Haltern von Diesel-Pkw eine einmalige Förderung von 330 Euro, wenn sie ihr Fahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüsten. Zudem entfalle bis April 2011 der Zuschlag bei der Kfz-Steuer für ungefilterte Diesel. Auch erhöhe sich der Wagenwert erheblich. Da vielerorts ab dem kommenden Jahr die Zufahrtsregeln für die Umweltzone verschärft würden, sichere der Partikelfilter durch die Einstufung in die nächsthöhere Schadstoffklasse in den meisten Fällen auch weiterhin freie Fahrt.

Berechnung der zukünftigen Kfz-Steuer ab 01.07.2009

Link zur Berechnung der zukünftigen Kfz-Steuer ab 01.07.2009


Steuerberechnung

Klima-Check für sicheres Fahren

Die Frühlingssonne lässt die Stimmung steigen. Und auch die Temperaturen im Auto. Für angenehmes Klima sowie entspanntes und damit sicheres Fahren sorgt die Klimaanlage. Damit sie auch immer ihre volle Leistung bringt, ist regelmäßige Wartung im Kfz-Meisterbetrieb wichtig. Darauf weist ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes hin. Auch hohe Reparaturkosten lassen sich dadurch vermeiden. So kann es den Autofahrer bis zu 1.000 Euro kosten, wenn der Kompressor, das Herzstück der Klimaanlage, ausgetauscht werden muss.

Damit die Klimaanlage dauerhaft und einwandfrei funktioniert, sollten die Fachleute in der Kfz-Meisterwerkstatt beim Klima-Check die Schlüsselkomponenten, wie zum Beispiel Kompressor, Kondensator und Verdampfer, regelmäßig nach Herstellerangaben überprüfen. Da die Klimaanlage unter ständigem Druck arbeitet, sind ihre Komponenten einem natürlichen Verschleißprozess ausgesetzt. Auch Schläuche und Dichtungen altern und trocknen aus und werden zunehmend undicht. Dadurch verflüchtigt sich das Kältemittel, und die Kühlleistung lässt nach.

Außerdem empfehlen die Kfz-Werkstätten den Autofahrern, alle zwei Jahre einen Klima-Service durchführen zu lassen. Hierbei wechseln die Fachleute das Kältemittel oder ergänzen es, überprüfen die Dichtigkeit und tauschen bei Bedarf den Filter-Trockner aus. Mit einem breiten Programm an Ersatzteilen und speziellen Mess- und Testinstrumenten rund um den professionellen Klimaservice kann die Kfz-Meisterwerkstatt mögliche Schäden an der Klimaanlage schnell und unkompliziert beheben.

Kfz-Gewerbe begrüßt Regierungsbeschluss

Den heutigen Beschluss der Bundesregierung zur Umweltprämie hat das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt. Mit der weiterhin gewährten vollen Prämie in Höhe von 2.500 Euro und der Deckelung des Topfes auf fünf Milliarden Euro sei eine im Interesse der Kunden und des Handels liegende Entscheidung getroffen worden. Der Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sagte, "die Entscheidung des Bundeskabinetts ist ein Sieg des Vertrauensschutzes".

Das Kfz-Gewerbe geht nach Darstellung seines Sprechers davon aus, dass der Prämientopf geleert werde. Die insgesamt erwarteten zwei Millionen Käufe neuer und junger Pkw seien ein über allen Prognosen liegendes Ergebnis. Die Umweltprämie könne schon heute als der effizienteste Teil des Konjunkturpaketes II mit deutlichen Marktimpulsen am Standort Deutschland für Hersteller, Zulieferer und Handel bezeichnet werden. Die "Zielgruppe" der Umweltprämie sei rund elf Millionen Fahrzeuge groß, davon 7,6 Millionen Pkw mit einem Marktwert bis 2.500 Euro und einem Alter über neun Jahren. 3, 2 Millionen Fahrzeuge haben nach Darstellung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes einen Marktwert zwischen 2.500 und 3.500 Euro.