Fotolia-Bild #37836664

VERBANDS-NACHRICHTEN 4. Quartal 2009

Zahlreiche Chancen trotz Krise Landesverbände veranstalten 1. Mitteldeutschen Autotag in Leipzig

Der Wechsel in der Pressestelle...

ZDK-Präsident Robert Rademacher feiert 70. Geburtstag

EU-Kommission votiert für die Verlängerung der GVO

Der Lichttest im Oktober...

Nürnberger/Garanta beim Kfz-Gewerbe noch beliebter

Tendenz zu weniger Fahrzeugen mit Mängeln setzt sich fort
AU-Mängelstatistik 2008

Transporterliste
Neutrale Datenbank für Nachrüst-Partikelfilter veröffentlicht

Bei Verbot keine Steuer

Vorsteuerabzug nur mit Liefertermin

Gewichtsbesteuerung
CO2-Wert und Hubraumgröße bilden seit 1. Juli 2009 Besteuerungsgrundlage

Moderne Zeiten
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) tritt in Kraft

Aufwendungen für Umrüstung des Firmenwagens von Benzin- auf Flüssiggasbetrieb als Sonderausstattung i.S.d. § 6 I Nr. 4 S.2 EStG

Weihnachtsgeld I
Anspruch auf Weihnachtsgeld trotz geänderter betrieblicher Übung

Langzeiterkrankung vs. Urlaubsansprüche

Fragen an Frau Krahmer, Rechtsexpertin aus Möckern zu Urlaub und Entgeltfortzahlung für Mini-Jobber

Erleichterte Regelungen zur Kurzarbeit Angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Gesetzgeber mit dem Konjunkturpaket II weitere Erleichterungen im Rahmen der Kurzarbeit für den Arbeitgeber geschaffen. Kernregelung ist hierbei die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers durch die Agentur für Arbeit

Rechtssicher aufgehoben - juristische Grundlagen der E-Mail-Archivierung

Ausbildung und Arbeitssicherheit

Rücktritt beim Kauf eines Gebrauchtwagens mit Tachomanipulation

Beweislastverteilung im Rahmen der Sachmängelhaftung BGH entscheidet, dass der Käufer die Beweislast für das Fehlschlagen der zweimaligen Nachbesserung trägt

Mietwageneigenschaft offenbarungspflichtig?

Gebrauchtwagen muss nicht im Originalzustand sein

Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung in Kraft: Verbraucherschutz verbessert

Kfz-Werkstatt darf sich nicht auf Herstellerangaben im Serviceheft verlassen

Reparatur innerhalb der 130-Prozent-Grenze auf eigenes Risiko möglich

Sachsens Kfz-Mechatroniker haben ihre Besten ermittelt
Alexander Wende aus dem Autohaus An der Lutherkirche in Chemnitz ist Sachsens bester Kfz-Mechatroniker des Jahrgangs 2009

Dirschka bleibt Handwerks-Präsident

Kfz-Innung Meißen regelt den Verkehr


Zum Herunterladen: Sachsen04-2009.pdf

Deutlich verbesserte Qualität in den Kfz-Meisterbetrieben

Eine deutliche Verbesserung der Serviceleistungen in den Kfz-Meisterbetrieben zeigt sich nach Ansicht des Deutschen Kfz-Gewerbes in den Ergebnissen des aktuellen ADAC-Werkstatttests 2009. Dort erhielten 64 von 75 getesteten Betrieben und damit 85 Prozent die Noten "sehr gut" (49 Betriebe) und "gut" (15 Betriebe). Das sind 20 Prozent mehr als beim Test in 2008.

Dort hatten lediglich 47 Betriebe diese Bewertungen erhalten. Beim Test 2009 wurden nur drei Betriebe "ausreichend" oder "mangelhaft" bewertet. Ein Jahr zuvor waren es noch 13 Werkstätten. "Das ist eine Verbesserung um fast 75 Prozent", betonte ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes. Die restlichen acht getesteten Betriebe erhielten die Note "befriedigend". Nach Ansicht des Sprechers zeige der Test, dass die Werkstätten insgesamt für ihre kontinuierlichen Verbesserungsprozesse im Service belohnt worden seien. Die Testergebnisse seien darüber hinaus ein besonderer Ansporn, diesen Weg konsequent zu verfolgen und die Serviceleistungen weiter zu optimieren.

Gestützt würden die Ergebnisse dieses Tests auch durch den jüngst veröffentlichten Kundenmonitor 2009, der die automobilen Servicebetriebe auf Rang zwei sieht. Mit der Note "vollkommen zufrieden" (1,93) bewiesen die Werkstätten ein herausragendes Serviceniveau, so der Sprecher. Der Kundenmonitor basiert auf der repräsentativen Befragung von nahezu 30.000 deutschen Verbrauchern. Gemeinsam mit Versandapotheken und Optikern führen die Kfz-Meisterwerkstätten die Skala der Branchen in der Kundenzufriedenheit an. Dies sei eine motivierende Bestätigung für 39.100 Unternehmen und 461.900 Mitarbeiter, die jährlich rund 73 Millionen Serviceaufträge auf hohem Niveau erledigten. Der Kundenmonitor belege eine seit Jahren wachsende Servicequalität (2008: Note 2,06).

Grundzüge des neuen Geschäftsmodells vorgestellt

ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme stellte heute die Grundzüge des Neuen Geschäftsmodells den Vertretern der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen sowie der Landesverbände im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe vor. Im Kern geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel neu zu gestalten, um die Renditesituation für beide Partner zu verbessern.

Kernpunkt des Leitfadens ist die Veränderung der Vertriebsstrategie vom bisherigen Push- zum Pull-Prinzip. Das heißt, die Fertigung wird vom Marktbedarf gesteuert. Und dies sind die fünf Eckpunkte des Neuen Geschäftsmodells:

- Die Rendite ist für Hersteller und Händler der entscheidende Indikator.

- Daneben stehen Kundenbeziehung und -bindung im Mittelpunkt.

- Eine angemessene Risikoverteilung muss gewährleistet sein.

- Vertrieb und Handel sind entscheidende Werte der Wertschöpfungskette.

- Für Hersteller ist der Handel der wichtigste Vertriebskanal.

Die Neugestaltung sei notwendig, so Ulrich Fromme, weil mittelfristig kein Wachstum im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft zu erwarten sei und die Renditechancen des Handels und der Hersteller sinken würden. Das Neue Geschäftsmodell enthält außerdem eine Reihe ausformulierter Gestaltungsprinzipien, die von den Vertretern der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen sowie der Landesverbände im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe diskutiert und teilweise ergänzt wurden. Damit wird sich die Arbeitsgruppe Neues Geschäftsmodell in einer weiteren Sitzung beschäftigen. Die endgültige Fassung des Neuen Geschäftsmodells wird der ZDK dann zeitnah der Öffentlichkeit in allen Einzelheiten präsentieren.

Licht-Test 2009

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe führt auch in diesem Jahr vom 1. bis 31. Oktober die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion "Licht-Test" durch, die wieder unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung steht. Einen Monat lang können Autofahrer die Beleuchtungsanlage ihres Fahrzeugs in den ca. 1.300 Meisterbetrieben der Kfz-Innungen in Sachsen - oder bei den Prüfstellen der Automobilclubs und Überwachungsorganisationen kostenlos überprüfen und bei Bedarf korrigieren lassen. Der Licht-Test wird gemeinschaftlich vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht mit Unterstützung des ADAC und des Zentralverbandes der Augenoptiker organisiert. Augenoptiker begleiten die Initiative im Aktionsmonat Oktober mit kostenlosen Sehtests.

Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr bestätigen, das der Stellenwert des Licht-Tests für die Verkehrssicherheit unverändert hoch ist: Etwa zehn Millionen Autofahrer haben sich 2008 an der kostenfreien Aktion beteiligt. Mit 36,03 Prozent war die Mängelquote bei Pkw wiederum hoch. Die Statistik zeigte auch bei Nutzfahrzeugen Handlungsbedarf, denn an 42,76 Prozent der überprüften Nutzfahrzeuge wurde eine defekte oder falsch eingestellte Beleuchtung festgestellt. Neben der kostenlosen Überprüfung will die Aktion Autofahrer sensibilisieren, sich auf saisonale Veränderungen in der dunklen und kalten Jahreszeit vorzubereiten. Das Schwerpunktthema der diesjährigen Aktion ist die richtige Einstellung der Leuchtweitenregulierung.

Ausbildungsstatistik 31.08.2009

Die Handwerkskammern haben die Zahlen über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 31.08.2009 bekanntgegeben.

Zum Herunterladen: Statistik09.pdf

Auto-Werkstätten behaupten Spitzenplatz

Deutschlands Pkw-Werkstätten sind spitze. Dies jedenfalls ist das Urteil der Verbraucher im jetzt veröffentlichten Kundenmonitor 2009, der die automobilen Servicebetriebe auf Rang zwei sieht. Mit der Note "vollkommen zufrieden" (1,93) bewiesen die Werkstätten ein herausragendes Serviceniveau, heißt es zum Ergebnis der repräsentativen Befragung von nahezu 30.000 deutschen Verbrauchern.

Gemeinsam mit Versandapotheken und Optikern, sagte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, führe man die Skala der Branchen in der Kundenzufriedenheit an. Dies sei eine motivierende Bestätigung für 39.100 Unternehmen und 461.900 Mitarbeiter, die jährlich rund 73 Millionen Serviceaufträge auf hohem Niveau erledigten. Der Kundenmonitor belege eine seit Jahren wachsende Servicequalität (2008: Note 2,06). In Zeiten nach der Umweltprämie sei es wichtiger denn je, dass inhabergeführte Unternehmen ihre Marktchancen durch individuelle Leistungen und Konzentration auf persönlichen Kontakt nachhaltig sicherten. Rund 28 Prozent der Prämien-Kunden hätten erstmals in einem Autohaus gekauft. Dies seien 560.000 Neukunden, die es nun gelte, langfristig mit gezielten Marketingmaßnahmen und hoher Servicequalität an die Betriebe zu binden.

Mit diesem Ergebnis einher geht die positive Entwicklung der Schiedsstellen-Bilanz für das Jahr 2008. 16 Prozent weniger Anträge seien eine gute Bilanz für Servicequalität und Verbraucherschutz. Die Schiedsstelle im Kfz-Gewerbe ist eine neutrale Kommission für den Verbraucherschutz. Sie regelt Beschwerden im Vorverfahren ohne gerichtliche Auseinandersetzung. Im Rahmen der gemeinsamen Serviceoffensive mit dem PR-Partner Fuchs Europe Schmierstoffe wolle man die Themen Direktannahme und Schiedsstelle noch besser aufstellen. Gerade junge Kunden wüssten wenig über die Schiedsstelle als langjähriges und bewährtes Gremium der Kfz-Betriebe mit dem blau-weißen Meisterschild. Die Direktannahme mit Reparaturauftrag und Erläuterung der Rechnung am Fahrzeug verhindere Missverständnisse von vorneherein und unterstütze das gemeinsame Ziel aller Betriebe, den guten Branchenruf zu halten und auszubauen.

Kfz-Gewerbe vor Strukturwandel

Klettwitz. Der Strukturwandel im Kfz-Gewerbe sei ohne schmerzhafte Anpassungsmaßnahmen sowohl auf Seiten der Automobilhersteller als auch der markengebundenen Händler und Werkstätten nicht zu bewerkstelligen. Darauf wies ZDK-Präsident Robert Rademacher in seiner Rede beim Branchentreffen des Landesverbands Berlin Brandenburg am 2. September auf dem Lausitzring hin.

Vor prominenten Gästen, an ihrer Spitze Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Landesverkehrsminister Reinhold Dollmann, betonte Robert Rademacher, dass darüber hinaus aber auch eine neue Art von Partnerschaft zwischen Herstellern und Vertragspartnern organisiert werden müsse: "Wir als Verband werden alles daran setzen, die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit substantiell zu verbessern."

Den Wortlaut der Rede finden Sie im Pressebereich unter dem Menüpunkt Statements/Reden.

Kfz-Gewerbe trotz neuem Auto-Rekord unzufrieden

Steigerung beim privaten Autokauf von über 70 Prozent erwartet - Kfz-Betriebe in Berlin und Brandenburg befürchten Talfahrt in 2010 - Werkstattgeschäft rutscht ins Minus - Automarkt ohne Einheit - Kraftfahrzeug-Verband will "Umweltzone mit Vernunft" - Sorge um die Plätze für die Ausbildung

Berlin. Trotz neuem Verkaufsrekord für neue Autos ist das Kraftfahrzeuggewerbe in Berlin und Brandenburg mit dem Autojahr 2009 unzufrieden. Der "Automarkt ohne Einheit" spüre vor allem im Verkauf gebrauchter Pkw (minus 0,9 Prozent), im Absatz von Transportern (minus 29,9 Prozent) und schweren Nutzfahrzeugen (minus 35,3 Prozent) sowie im Werkstattgeschäft (minus 3,8 Prozent) die schwierige konjunkturelle Lage. Hans-Peter Lange, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin-Brandenburg, sagte aus Anlass eines Branchentreffens vor Journalisten, die durch die staatlich gewährte Umweltprämie ausgelöste Sonderkonjunktur sei zu Ende. Wörtlich: "In wenigen Stunden ist der Topf leer. Der automobile Alltag steht schon in der Tür." Für die rund 1.300 Autohäuser und Werkstätten in Berlin und Brandenburg gehe es jetzt darum, die Weichen für die erwartete Talfahrt zu stellen. Die Branche gehe, auch vor dem Hintergrund anhaltender Strukturveränderungen, von "schweren Zeiten in Verkauf und Service für 2010" aus.

Vier Monate vor dem Jahresabschluss könne man bilanzieren, dass sich in Berlin das Verkaufsvolumen neuer Pkw von rund 78.000 im Vorjahr auf etwa 115.000 steigen werde. In Brandenburg erwarte man nach 59.000 verkauften neuen Pkw im Jahr 2008 nun cirka 125.000. Derzeit liege der Zuwachs im Privatgeschäft knapp über 100 Prozent. Trotz dieser erwarteten Verkaufsrekorde habe sich die Rentabilität des Autogeschäftes nicht verbessert, da im Sog der Umweltprämie ein zunehmender Preis-Wettbewerb stattgefunden habe. Das durchschnittliche Rabatt-Niveau habe die Branche lediglich um einen Prozentpunkt auf 10,5 Prozent verbessern können.

Lange wehrte sich gegen voreilige Dramatisierungen der erwarteten Rückgänge im kommenden Jahr. Die Sonderkonjunktur könne nicht Maßstab der Vergleiche sein. Es gebe auch "Lichtblicke im Grau des neuen Auto-Alltags". Dies betreffe vor allem das gewerbliche Geschäft, das sich im kommenden Jahr erholen könne. Auch im Transporter-Geschäft gebe es Hoffnung auf bessere Zeiten.

Mit den Worten "der Topf ist leer" prognostizierte der Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin-Brandenburg das "heutige Ende der Prämie". Zwar werde sich noch über Monate der Erfolg der Umweltprämie in großen Steigerungsraten bei den Zulassungen neuer Pkw niederschlagen, doch sei der Auftragseingang bereits ohne Dynamik.

Der Erfolg in der Gesamtbilanz der Umweltprämie schlägt sich nach Langes Worten auch im Fahrzeugbestand nieder. Einerseits werde durch zwei Millionen neue Pkw das vielfach beklagte hohe Durchschnittsalter von bisher 8,6 Jahren im Pkw-Bestand sinken, zum anderen habe die "Kauflust nach kleinen, grünen Autos" die Modellsegmente neu aufgeteilt. Sei der Anteil der so genannten Minis und Kleinwagen vor fünf Jahren noch bei rund 23 Prozent gewesen, erreiche er heute bereits 32,8 Prozent an der Zulassung neuer PKW.

Im Bereich des Landesverbandes Berlin-Brandenburg gebe es für das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe eine einzigartige Konstellation durch das starke Stadt-/Landgefälle. Wörtlich: "Wir erleben tagtäglich, wie unterschiedlich die Automärkte sind." Einerseits sei Berlin ein guter Markt für Fahrzeuge der Premiumklassen, andererseits bleibe die Hauptstadt bei der Motorisierung im Bundesvergleich Schlusslicht. Die starke Präsenz der Automobilhersteller im Handelsgeschäft in der Hauptstadt erschwere die Lage des mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbes.

Das Kraftfahrzeuggewerbe plädiere für eine "Berliner Umweltzone mit Vernunft und vernünftigen Ausnahmen". Man dürfe die fast 200.000 täglichen Pendler ebenso nicht vergessen wie Touristen und kleine handwerkliche Unternehmen, die eine "Einfahrt ohne Schranken" brauchten. Der Verband unterstütze alle Bemühungen, den nachträglichen Einbau von Rußpartikel-Filtersystemen besser als bisher zu fördern.

Dazu gehöre die Forderung, noch vor der Wahl die Weichen für eine Verlängerung des Förderzeitraums und die Erhöhung des Förderbeitrages von derzeit 330 Euro zu stellen. Dies sei entscheidender für die Erfolge der Nachrüstung und damit für die Reduktion von Umweltbelastungen als die Diskussion über eine neue Farbe der Plakette. Der nächsten Sitzung des Umweltausschusses des Bundestages im September komme besondere Bedeutung zu.

Abschließend ging Lange auf die unterschiedliche wirtschaftliche Kraft des mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbes in Berlin und Brandenburg ein. Außerhalb des Speckgürtels erlebe man ein zunehmend brüchiges Niveau der Erlöse. So könne man im Service, beispielsweise im Spreewald, lediglich mit Werkstattpreisen arbeiten, die knapp der Hälfte des bundesweiten Durchschnittswertes von 70 Euro entsprächen. Dabei gebe es bundesweit eine Bandbreite von 40 bis 120 Euro. Diese Herausforderungen zeigten sich auch im Arbeits- und Ausbildungsmarkt Kfz-Gewerbe. Während man in Berlin mit 154 Lehrlingen für das jetzt beginnende Ausbildungsjahr auf Vorjahresniveau liege, gebe es in Brandenburg starke Rückgänge.

Die anhaltenden Strukturveränderungen prägten die Nach-Prämien-Zeit. Dies gelte für die Nachfrage gleichermaßen wie für Antriebs- und Verkehrskonzepte sowie das Nutzungsverhalten in der individuellen Motorisierung. Lange forderte eine Position des Kraftfahrzeuggewerbes bei der Elektro-Mobilität. Zwar habe man keine überzogenen Erwartungen, doch im "Leitmarkt Berlin wollen wir einen Fuß in der Tür haben".

DAT neuer Partner für "autoglas Plus"

Das zur Abwicklung von Glasschäden erarbeitete Konzept "autoglas Plus" ist jetzt noch leistungsfähiger. Dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (TAK) gelang es, für das gemeinsame Produkt die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) als Technologiepartner zu gewinnen. Die Anwender von autoglas Plus haben künftig Zugriff auf das SilverDAT-Kalkulationssystem als Web-Applikation und können die so erzeugten, zur elektronischen Weiterverarbeitung geeigneten Daten über das DAT-Net direkt an die Versicherer übersenden. Als zusätzliche Optionen stehen den Anwendern nunmehr die Abfrage der Versicherungsdaten über das GDV-Netz sowie des VIN-Codes zur exakten Fahrzeugidentifizierung zur Verfügung.

Sprecher von ZDK und TAK bezeichneten die Partnerschaft mit der DAT als deutliche Aufwertung von autoglas Plus. Die Abwicklung von Glasschäden werde dadurch nochmals erleichtert und die Regulierung durch die Versicherer beschleunigt. Die Nutzung von autoglas Plus ist den Mitgliedsbetrieben des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) vorbehalten. Anfragen nimmt die TAK entgegen.

<strong>330 Euro vom Staat - Barzuschuss für Partikelfilter</strong>

Um die Förderung zu erhalten, müssen die Halter von Diesel-Pkw ihr Fahrzeug im Zeitraum vom 1. August 2009 bis einschließlich 31. Dezember 2009 nachrüsten lassen und bis zum 15. Februar 2010 den Einbau nachweisen. Das Fahrzeug muss bis 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen worden sein. Für das Programm stehen 60 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Betrag reicht für ca. 180.000 Nachrüstungen, die im sogenannten ?Windhundverfahren?? vergeben werden.

Nachrüstwillige müssen, wie bei der Abwrackprämie, ein Online-Formular ausfüllen. Dieses steht den Autobesitzern ab dem 1. September 2009 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.pmsf.bafa.de zur Verfügung. Neben dem Antrag muss eine Bescheinigung über den Einbau des Rußfilters an das BAFA eingereicht werden. Ausgezahlt wird der Bonus rückwirkend ab dem 1. August 2009.

Vor dem Hintergrund, dass in einigen Städten bald nur noch Fahrzeuge mit grüner oder gelber Plakette in die Umweltzonen einfahren dürfen und in Sachsen die Einführung von Umweltzonen in Dresden und Leipzig diskutiert wird, gewinnt die Nachrüstung an Bedeutung. Dadurch kann das Fahrzeug in eine bessere Schadstoffklasse eingestuft werden und eine Plakette bzw. die nächstgünstigere Plakette bekommen. Über die Nachrüstmöglichkeiten für ein Fahrzeug informieren die für die Abgasuntersuchung anerkannten Meisterbetriebe der Kraftfahrzeuginnungen in Sachsen. Sie bieten dem Kunden Qualität rund um das Automobil und sind kompetente Partner für den Autofahrer.